2. Liga inter

Auf die Tabelle schauen bringt nichts - Der SC Blustavia holt drei wichtige Punkte

Trimbachs Manuel Thut beim Versuch, Blustavia-Aussenläufer Tobias Steinmüller den Ball wegzugrätschen.

Dem SC Blustavia gelingt ein erster wichtiger Schritt, um vom undankbaren Platz zehn wegzukommen. Wegen der mangelhaften Chancenauswertung entwickelt sich das Spiel aber zu einer veritablen Zitterpartie.

«Ich gehe davon aus, dass Ende Saison drei Klubs aus der 2. Liga absteigen», sagte Blustavia-Trainer Arben Gjidoda nach dem Strichkampf beim FC Trimbach. «Wenn wir nicht dazugehören, wäre es natürlich hervorragend. Wenn wir absteigen, wäre es aber auch keine Katastrophe.» Im Moment belegt sein Team den undankbaren zehnten Platz. Wenn zwei Solothurner Klubs aus der 2. Liga inter absteigen, aktuell wären dies Subingen und Dulliken, müsste Blustavia ebenfalls runter.

Mit dem 2:1-Auswärtssieg gegen den FC Trimbach konnte der SC Blustavia den Rückstand auf die Trimbacher sowie den FC Mümliswil auf einen Punkt verkürzen. Die Stadt-Solothurner entschieden das Spiel auf dem Leinfeld mit zwei frühen Toren. In der 9. Minute nutzten die beiden Blusti-Stürmer ihre Freiräume aus. Oetterli legte quer für Brunner, der trocken verwandelte. Keine zehn Zeigerumdrehungen später wurde die Heimabwehr zum zweiten Mal sehr einfach ausgespielt. Diesmal war Brunner der Assistgeber und Oetterli, steil lanciert, liess Trimbach-Torhüter Sabri bei seinem siebten Saisontreffer keine Chance.

Ein Zitterspiel für Blustavia

Trotz des nahezu perfekten Auftakts seiner Elf brauchte Trainer Gjidoda in der Folge Nerven. «Wenn wir unsere Chancen konsequent verwerten, führen wir nach der ersten Halbzeit mit 5:1», sagte er, nachdem die Strapazen überstanden waren. Denn die Heimelf leistete trotz Personalnotstands erbitterten Widerstand. Und die Trimbacher kamen auch zu Chancen. In der 5. Minute setzte Iozzia seinen Heber übers Tor, danach verfehlte zweimal Bärtschi nur knapp (19. und 25.).

Das Anschlusstor in der 26. Minute kam somit nicht überraschend. Bärtschi bediente Biljali mit einem hohen Zuspiel in den Lauf und dieser schob den Ball an SCB-Goalie Giger vorbei. Der 1:2-Schütze hatte kurz vor der Pause nach einer Kombination über Ramel und Yildirim noch eine Ausgleichschance.

«In der zweiten Halbzeit war es kein Spiel mehr», so Gjidoda. Tatsächlich war es eine zerfahrene Angelegenheit, fast alles spielte sich zwischen den beiden Strafräumen ab. Gefährlich wurde es für Blustavia bei den Standards, es fiel aber keiner mehr rein hinter Goalie Giger. «Nach dem 0:5 zum Rückrundenstart gegen Mümliswil war dieser Sieg sehr wichtig. Es ging um sehr viel in diesem Spiel.

Mit Halbzeit eins bin ich zufrieden, die zweite Hälfte war weniger gut. Aber was zählt, sind die drei Punkte», sagte Gjidoa. Weil wohl lange ungewiss bleiben wird, wie viele Klubs absteigen, bringe es im Moment nichts, auf die Tabelle zu schauen. «Erst am Ende wird abgerechnet.»

Trimbach fehlt es an Qualität

«Wir haben zwanzig Minuten lang geschlafen, danach sehr gut gespielt», fasste Trimbachs Trainer Kabil Gürkan den Auftritt seines Teams zusammen. «In der zweiten Halbzeit versuchten wir es mit langen Bällen. Das hat leider nicht geklappt, weil der Gegner sehr zweikampfstark war.» Nach dem 1:4 gegen Leader FC Iliria vor einer Woche verkauften die Trimbacher ihre Haut wiederum teuer, es fehlt aber doch die nötige Qualität im Kader.

Gürkan bestätigte dies und sagte weiter: «Ich habe im Winter sicher 30 bis 40 Spieler kontaktiert. Keiner wollte kommen. Weil wir auch noch viele Abgänge hatten, muss ich auf Senioren und Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen.» Sollte es drei Klubs erwischen, ist der FC Trimbach definitiv ein Abstiegskandidat. «Mir ist vor allem wichtig, dass wir die Saison diszipliniert zu Ende spielen. Dann können wir vielleicht an den Konkurrenten dranbleiben.» Für sein Team gehts am nächsten Sonntag in Biberist weiter, «Blusti» empfängt den SC Fulenbach.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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