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Am Tag vor seinem Geburtstag gewinnt Nico Selenati den GP Olten

Am Montag feiert Nico Selenati seinen Geburtstag. Grund zum feiern findet der Zürcher Oberländer dank seinem Sieg am GP Olten aber schon am Sonntag. Bei den Frauen entschied die Lokalmatadorin Doris Schweizer die hundert Runden von Olten für sich.

Heute feiert er seinen 22. Geburtstag. Am Sonntag konnte Nico Selenati bereits im Oltner Bifang-Quartier die Korken knallen lassen. Der Zürcher Oberländer vom Gerlafinger Akros-Renfer-SA-Team gewann den 44. GP Olten vor dem Schaffhauser Mario Spengler und seinem Waadtländer Teamkollegen Antoine Aebi.

Bei den Frauen wiederholte Doris Schweizer, die seit zwei Jahren nur wenige Meter von der GP-Olten-Rennstrecke entfernt wohnt, ihren Sieg von 2015. Die 28-Jährige gewann vor der Zugerin Désirée Ehrler und der Fricktalerin Sandra Weiss.

Der GP Olten ist derzeit das einzige nationale Strassenrennen im Kanton Solothurn. Das Kriterium über hundert Runden war auch in diesem Jahr, trotz Glutofen-Hitze, ein Renner. Nicht der letztjährige Zweite und Geheimfavorit Jan-André Freuler gab heuer auf den 100-mal-850-Metern den Ton an.

GP Olten 2018

GP Olten 2018

  

Der Glarner musste sich mit Platz elf begnügen. Für die Musik sorgte dagegen das Team Akros-Renfer SA aus Gerlafingen, welches vom Aarwanger Ueli Kohler und dem ehemaligen Rad-Profi Laurent Dufaux gemanagt wird.

Die Solothurner Equipe fuhr ein taktisch kluges Rennen, das mit dem Sieg des Allrounders Nico Selenati endete. «Es freut mich natürlich, dass ich einen Tag vor meinem Geburtstag erstmals die hundert Runden von Olten gewinnen konnte. Vor zwei Jahren war ich hier Zweiter», sagte der Sieger im Ziel.

«Einfach viel trinken»

2016 startete er noch für das Hägendörfer EKZ Racing Team. Die Ausgabe 2017 endete für den gelernten Zimmermann auf dem dritten Platz. «Ich hatte kein Problem mit den hohen Temperaturen. Mein Rezept ist ganz einfach viel zu trinken», sagte Nico Selenati. Am Mittwoch beginnt für ihn und die Akros-Renfer-Truppe die Elsass-Rundfahrt.

Teamkollege Antoine Aebi auf Platz drei hat dagegen andere Pläne: «Ich werde in einigen Tagen zur achttägigen Ruanda-Rundfahrt fliegen.» Das Rennen der Junioren endete sogar mit einem Doppelsieg für das Gerlafinger Team. Felix Stehli verwies seinen Teamkollegen Robin Ender auf den Ehrenplatz. Dritter wurde der Unterwalliser Alexis Maret.

Im Rennen der Elite-Frauen machte Doris Schweizer, mehrfache Schweizer Meisterin im Strassenrennen und im Einzel-Zeitfahren, in ihrem Heimrennen einen sehr starken Eindruck. Trotz der Sturzverletzungen vom Giro d’Italia präsentierte die gebürtige Hägendörferin, die seit zwei Jahren in Olten wohnt, ihren Fans einen souveränen Sieg.

Sie setzte sich vor der Zugerin Désirée Ehrler sowie der Sulzerin Sandra Weiss durch. «Nachdem ich am Freitag bei einem Sturz in der Gegend der Staffelegg noch den linken Arm verletzt hatte, wollte ich heute zuerst gar nicht starten», sagte Doris Schweizer. Am Anfang des Rennens habe sie die Schmerzen gespürt. «Dann lief es plötzlich immer besser.»

Schweizer fährt heuer das zweite Jahr für das dänische Virtu Womens Team. In zwei Wochen will sie den GP Oberbaselbiet fahren. «Wie es dann weitergeht, weiss ich im Moment noch nicht. Auch wegen einer eventuellen Teilnahme im September in Innsbruck an der Strassen-WM habe ich vom Verband bisher nichts gehört.»

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