1. Liga

Ärgerliches Gegentor: Der FC Solothurn kassiert gegen Buochs in der 90 Minute das 1:1

Loic Chatton und der FC Solothurn kommen gegen den FC Buochs nicht über ein 1:1 hinaus.

Die Erlösung für Solothurn sechs Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit durch Veronicas Treffer war vermeintlich. Sie wurde zum Startsignal für einen erfolgreichen Schlussspurt von Buochs: Die Nidwaldner konnten in der 90. Minute ausgleichen.

In einem Geduldsspiel gaben die Platzherren unnötig zwei Punkte ab. „Ärgerlich, das sind zwei verlorene Punkte, wir hatten genug Leute dort, waren aber zu wenig entschlossen im Infight“, hadert Solothurn-Trainer Jürg Widmer. Marku rettete mit seinem Kopfball seinem Team einen Punkt. Wobei, das Streitobjekt hielt ihm Guidotti aus offsideverdächtiger Position ebenfalls mit einem Kopfball zu.

Mast vergibt Penalty

Die Führung mussten die Einheimischen erdulden. Mathys stürmte aus dem Mittelfeld resolut in nach vorne (84.). Aus der Mitte visierte er den links mitgelaufenen Veronica an. Der sechs Minuten vorher Eingewechselte vollendete mit einem Flachschuss zum entfernteren rechten Pfosten zum 1:0.

Auf Grund der Chancen hätte die Stadionelf die schwierig bespielbaren Zentralschweizer bereits in der ersten Halbzeit in Rücklage bringen müssen. Nach vorsichtigem Abtasten gewannen die Ambassadoren Überhand.

Franks Intervention an Vernocchi an der Kreuzungsstelle Grund-/Fünferlinie löste einen Penaltypfiff aus. Trotz Verzögerungstaktik sah Mast diesen Elfmeter von Buochs-Hüter Epp seitlich nach rechts abgewehrt (17.).

Solothurn vergibt einige Chancen 

Zwei Minuten später stand Bähler im Fokus. Zuerst lenkte der 17-Jährige einen Schumacher-Versuch nach rechts ab, bevor er Lamberts zweiten Ball hielt. Eine Bilderbuch-Kombination Cani-Mast-Vernocchi-Mast blieb erfolglos. Der bisher sechsfache FCS-Torschütze Mast schoss Epp an (29.). Zwei Minuten später tankte sich Hunziker halblinks durch. Seine Hereingabe übernahm Vernocchi direkt. Wieder verhinderte Epp einen Verlusttreffer. Er lenkte über die Latte zur Ecke.

Kurz vor dem Seitenwechsel blieb Vernocchi zweimal erfolglos. Zuerst konnte er ein Mast-Zuspiel von der Grundlinie nicht annehmen (44.), die Vorlage von Sebastian Gerspacher setzte er mit dem Kopf daneben (45.). „Es war schwierig, weil der Gegner gekommen war zuzumachen, wir blieben aber geduldig und kamen zu drei hochkarätigen Chancen – wir müssten nach dieser ersten Halbzeit führen“, hält Widmer fest.

Solothurn fehlte Entschlossenheit

Weiterhin war es für die Gastgeber nicht einfach gegen die die Räume konsequent schliessenden Innerschweizer die entscheidende Lücke zu öffnen. „Es ist eine grosse Herausforderung, mit viel Ballbesitz gegen einen so kompakt stehenden Gegner Torchancen kreieren zu können“, streicht der 61-Jährige heraus.

Nachdem für Chatton eine Mast-Vorlage nicht erreichbar war (54.) und Mast Vernocchis Rückpass nach links verzog (56.), stand wieder Bähler im Brennpunkt. Einen Flachschuss von Fabian Nickel boxte er zum zweiten Gäste-Eckball (58.); einen Abaidia-Distanzschuss hielt er tauchend (59.).

Die Solothurner verstärkten den Druck. Epp hatte in der 65. Minute Mühe einen 30m-Schuss Kohlers zu halten. Mathys’ Abschluss wurde zur fünften Ecke (70.). Mast konnte alleine vor Epp den Pass von Mathys nicht annehmen (72.). Eine halbe Minute später kam Chatton im Zentrum – wieder auf Mathys ­– nicht dran. Ein Konter von Mast endete mit einem schwachen Querpass (79.).

Heikel vor dem einheimischen Tor: Bähler lenkte einen Marku-Kopfball in Corner (80.). Es war ein Spiel der verlorenen Chancen. „Wir müssen mehr Härte und Entschlossenheit einbringen, lernen effizienter und kompromissloser zu werden; ich sah gute Ansätze“, ist Widmer klar, woran gearbeitet werden muss. Und: „Wir müssen die Aufstiegsspiele ausblenden, uns zuerst finden“.

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