1. Liga Classic
1:1 gegen GC U21 – Chatton sichert Solothurn einen Punkt

Weiterhin auf der Formsuche befindet sich der FC Solothurn. Nur dank der Skorerqualität von Sturmspitze Chatton beim 1:1 (77.) und zwei geglückten Abwehren von Jeffrey Grosjean (58. und 92.), bei denen er Kopf und Kragen riskierte und jeweils gepflegt werden musste, konnten die Ambassadoren den ersten Saisonpunkt sicherstellen.

Pius Rüegger
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Loic Chatton rettete den Solothurnern einen Punkt.

Loic Chatton rettete den Solothurnern einen Punkt.

Thomas Ulrich

Gegen den 18- bis 20-jährigen GC-Nachwuchs offenbarte das Team von Dariusz «Darek» Skrzypczak trotz einer Verbesserung gegenüber der Zofinger 1:2-Niederlage Schwächen. Es fehlte an Kompaktheit, Zusammenhang und Pressing.

Der Aufbau wurde durch grosse Löcher erschwert. Dazu kamen zu zahlreiche Ballverluste und Fehlzuspiele. Zudem liessen sich die Einheimischen zu leicht von den agilen und spritzigen Zürchern vom Ball trennen. «Wir hatten zu viele Fehlpässe, haben Wirkung und Spiel nicht gefunden», stellt Solothurn-Trainer Skrzypczak selbstkritisch fest.

Nervöse Solothurner

Die erste Halbzeit verlief animiert. Beide Teams stellten das spielerische Element in den Vordergrund. Auf Solothurner Seite machte sich eine Nervosität bemerkbar, die wesentlich einschränkte. Gegenüber dem Startspiel wurde das Engagement gesteigert. Allerdings wurde zu hastig agiert. «Wir standen zu breit und das Umschaltspiel zwischen Offensive und Defensive hat nicht geklappt», bemängelt Skrzypczak. GC mit seinem Pressing zwang den Platzklub zu schnellen Weiterspiel.

Gesamthaft war dank Technik, Spielanlage und Speed von GC viel Bewegung drin. Weil aber auch die Gäste punkto Genauigkeiten zu wünschen übrig liessen und verschiedentlich in die Offsidefalle der Einheimischen tappten, fehlte es an guten Chancen. Die Erste und Beste erarbeitete sich Solothurn. Arifi lancierte rechts aussen Kohler. Weil Chatton nicht wunschgemäss übernehmen konnte, gelang es GC-Hüter Hunn den Ball mit grosser Mühe noch zu fassen (25.). Wieder Chatton hatte die Führung kurz vor der Pause auf Vorarbeit Stauffers auf dem Fuss.

Doch Hunn konnte auch diesen Versuch parieren (44.). Dazwischen bot sich Lulzim Aliu – Namensvetter des Solothurner Ersatzspielers Visar Aliu – für den Gast eine Top-Möglichkeit. Diese machte Jeffrey Grosjean durch Ablenken in Corner zunichte. Zuvor setzte sich Nyangi der Strafraumlinie entlang durch und spielte seinen Aussenläufer ideal an (37.).

0:1 nach 40 Sekunden

Offensichtlich noch nicht bei der Sache war die Stadion-Elf nach Wiederbeginn. Nach 40 Sekunden lag sie in Rücklage. Puglia passte zu Lulzim Aliu halblinks, der wiederum rechts den ungedeckten Nyangi anspielte. Der Kongolese topfte kompromisslos zum 0:1 ein (46.). «Dieses 0:1 tut weh, denn wir haben gerade dies in der Pause angesprochen, dass dies nicht passieren sollte», bemerkt der Pole.

Dieser Verlusttreffer löste bei den Gastgebern Unsicherheiten und Unordnung aus. «Es ist noch nicht so, wie wir es uns vorstellen, aber wir sind optimistisch für die Zukunft und wollen uns von Spiel zu Spiel steigern», betont Skrzypczak.

Chatton und zwei Ersatzspieler

Die Solothurner fanden vorerst keine Mittel, die wirbligen Zürcher zu bedrängen. Bis zur 77. Minute: Robin Müller löste aus dem hinteren Mittelfeld zu Veronica einen Angriff aus. Mit dessen Flanke halblinks zu Chatton, narrte dieser zuerst seine Gegenspieler, ehe er Hüter Hunn rechtsherum 1:1-Ausgleich umspielte. «Es freut mich, dass mit Robin Müller und Veronica zwei Einwechselspieler das 1:1 vorbereitet haben; sie konnten Impulse setzen», lobt der Solothurner Teamchef.

Beide Teams strebten den Siegtreffer an. In dieser offenen Schlussphase brachte jedoch der GC-Nachwuchs mehr Druck in seine Aktionen. Einzig Chatton konnte dem entgegensetzen: Hunn konnte den Ball fangen (87.).

Matchtelegramm

Meisterschaft 1. Liga 2018/19, Gruppe 2

 

Solothurn – Grasshopper Club Zürich II 1:1 (0:0)

 

Stadion. – 350 Zu­schauer. – SR: Turkes. – Tore: 46. Nyangi 0:1, 77. Chatton 1:1.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler, Hasanovic, Waylon Grosjean, Philippe Gerspacher (67. Henzi); Schrittwieser (64. Veronica), Arifi (62. Robin Müller); Stauffer, Hunziker; Osmani (85. Hausic); Chatton.

GC II: Hunn; Kastrati, Ostrowski, Serge Müller, Carlson (64. Barbosa); Diani; Puglia (75. Amzi), Bajrami, Stevic (68. Imeri), Lulzim Aliu; Nyangi (79. Rustemoski).

Bemerkungen: Solothurn ohne Du Buisson (Ausland), Koch (Ausbildung), Asani (verletzt) und Micelli (nicht im Aufgebot). GC II ohne Schiesser (verletzt). – Ver­war­nun­gen: 40. Diani, 44. Arifi, 57. Carlson, 58. Puglia und 88. Hunziker (alle Foul). – Eckbälle: 2:7 (1:2).