Nach dem desaströsen Start mussten sich die Olympia-Dritten Valentin Tanner, Skip Peter De Cruz, Sven Michel und Benoît Schwarz, wie es das Reglement vorschreibt, noch über vier weitere Ends quälen, bevor sie den Kanadiern um den zweifachen Weltmeister Kevin Koe beim Stand von 3:10 nach sechs Ends gratulieren durften.

Was war passiert? Ohne Vorteil des letzten Steins gerieten die Genfer im 1. End 0:2 in Rückstand. Das allein wäre noch längst nicht entscheidend gewesen. Aber im 2. End lief von Stein zu Stein alles gegen die Schweizer. Die Nummer 4 Benoît Schwarz beförderte mit seinem ersten Stein einen eigenen Stein aus dem Haus. Mit seinem zweiten Stein hätte er das Unheil abwenden und für sein Team einen Punkt notieren lassen können. Aber dieser Stein geriet durch eine Verunreinigung auf dem Eis komplett aus der Bahn. Zuletzt waren fünf kanadische Steine gültig. Es war also ein gestohlenes Fünferhaus, nach dem es 0:7 statt 1:2 stand. Schwarz' Stein wurde für die individuellen Statistiken nicht bewertet, da er für den Fehlversuch nichts konnte.

In der Vergangenheit hatten die Genfer gegen Koes Team aus Calgary zweimal in wichtigen Partien gewonnen: 2014 im Spiel um Bronze an der WM in Peking und 2018 ebenfalls im Spiel um Bronze an den Olympischen Spielen in Pyeongchang.