Einen Tag, nachdem er sensationell zu seinem ersten Weltcupsieg gefahren war, schaffte es der Schweizer Skicrosser Ryan Regez im zweiten Rennen im deutschen Feldberg erneut aufs Podest. Der Berner Oberländer wurde hinter seinem Landsmann Romain Détraz Dritter.

Regez und Détraz mussten sich im Final lediglich dem Franzosen Jean-Frédéric Chapuis geschlagen geben. Zuvor hatte sich das Schweizer Duo jeweils souverän im gleichen Lauf durch die Achtel-, Viertel- und Halbfinals gekämpft. Für Détraz, der 2016 in Arosa auch schon ein Weltcuprennen gewonnen hatte, war es der dritte Podestplatz seiner Karriere. Vor Monatsfrist wurde er in Idre Fjäll in Schweden Dritter.

Bei den Weltmeisterschaften Anfang Februar hatten es aber weder Détraz noch Regez, dessen bestes Weltcup-Ergebnis vor diesem Wochenende ein 9. Rang war, nicht ins Schweizer Aufgebot geschafft. Kein Wunder: Mit Jonas Lenherr (in Arosa), Joos Berry (in Innichen) und Alex Fiva (in Idre Fjäll) hatte Skicross-Cheftrainer Ralph Pfäffli zu diesem Zeitpunkt drei Fahrer, die in dieser Saison im Weltcup schon ganz zuoberst auf dem Treppchen gestanden waren. Zu einer WM-Medaille reichte es den Schweizern in den USA aber bekanntlich nicht.

Nach dem Wochenende in Feldberg ist das starke Schweizer Skicross-Team mit Ryan Regez um einen weiteren Podestfahrer reicher. Der WM-Vierte Alex Fiva, am Vortag Vierter, rundete das starke Schweizer Ergebnis am Sonntag mit einem 6. Rang ab.

Neuerliche Enttäuschung für Fanny Smith

Ein Wochenende zum Vergessen erlebte Fanny Smith. Die WM-Zweite war in der ersten Saisonhälfte mit vier Siegen aus sechs Weltcuprennen die grosse Dominatorin bei den Frauen. In Feldberg musste die Romande allerdings gleich zweimal eine Enttäuschung hinnehmen. Nach ihrem 7. Rang am Samstag schied Smith im zweiten Rennen sogar bereits in den Viertelfinals aus.

Vom schlechten Abschneiden der Schweizer Teamleaderin profitierte unter anderen die Schwedin Sandra Näslund, die mit ihren Weltcupsiegen 11 und 12 wieder vom Gewinn des Gesamtweltcups träumen kann. Die letztjährige Gesamtweltcup-Siegerin liegt drei Rennen vor Schluss nur noch 13 Punkte hinter Smith, die beim Saisonfinale In Veysonnaz allerdings Heimvorteil geniesst.

Für den Schweizer Lichtblick bei den Frauen sorgte Sanna Lüdi, die an ihrem 33. Geburtstag als Fünfte ihr zweitbestes Saisonresultat realisierte. Lüdi wurde im Halbfinal bei einem Zweikampf von der Strecke geschoben, dominierte danach aber den kleinen Final.