Der Gesamtweltcup-Sieger und Grand-Slam-Triumphator der Vierschanzentournee landete bei 239 m, nachdem sein Konkurrent Stefan Kraft aus Österreich 229,5 m vorgelegt hatte. Damit verwandelte der Japaner auf der Weltrekordschanze (253,5 m) den Rückstand von 6,7 Punkten in einen Vorsprung von 2,9 Zählern - dies entspricht umgerechnet rund 2 Metern. "Sein zweiter Sprung war eine Bombe, eine Rakete. Da kann man nur den Hut ziehen", sagte Kraft anschliessend im TV-Interview.

Der Gesamtsieg der Tour durch Norwegen mit insgesamt 15 Wettkampfsprüngen ist mit 60'000 Euro dotiert, Kraft, der die Premiere 2017 gewann, erhält noch deren 30'000. Kobayashi wird es verschmerzen, dass ihm der Slowene Domen Prevc den Tagessieg um 0,1 Punkte wegschnappte.

Im Schatten des packenden Duells gelang Simon Ammann das beste Saisonresultat. Der Toggenburger segelte auf 224 und 215,5 m, was mit dem 8. Rang belohnt wurde. Zuvor hatte der vierfache Olympiasieger im Januar mit einem 9. Rang in Predazzo schon einmal die Top Ten erreicht. Ammann agiert derzeit solide. Sein sechster Gesamtrang in der RAW-Air-Tour widerspiegelt dies.

Der Waadtländer Killian Peier wartet weiterhin auf seinen ersten 200-m-Flug in einem Wettkampf. Der WM-Dritte von Seefeld 2019 musste nach 194,5 m im zweiten Umgang zuschauen.

Die Skispringer beschliessen ihre Saison am kommenden Wochenende mit der Flug-Show in Planica.