Zuletzt hatte Abplanalp dem Weltcup nach 20 Jahren den Rücken gekehrt und sich als Chefcoach des regionalen Leistungszentrums Haslital-Brienz um den Nachwuchs gekümmert.

Nun ist der Berner Oberländer wieder auf oberster Ebene tätig. Mit Ilka Stuhec betreut er erneut eine einzelne Athletin, nachdem er sich bei seinem letzten Engagement im Weltcup um die Ungarin Edit Miklos gekümmert hat.

Ilka Stuhec bereitet sich zur Zeit auf ihre Rückkehr vor. Ende Februar hatte sie bei einem Sturz in der Abfahrt in Crans-Montana zum zweiten Mal innert 16 Monaten einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Die im vorletzten Oktober zugezogene Verletzung hatte das Aus für die Olympischen Spiele in Pyeongchang bedeutet. Im Gegensatz zu damals verzichtete die Slowenin auf eine Operation und entschied sich für eine konservative Behandlung des lädierten Knies.

Vor der Zusammenarbeit mit Edit Miklos hatte Abplanalp während einer Saison als Trainer des Frauen-C-Kaders von Swiss-Ski gearbeitet. Es war eine Rückkehr, nachdem er drei Jahre zuvor von den Verantwortlichen des Schweizer Verbandes nach sechs Saisons als Coach der Abfahrerinnen freigestellt worden war. Nach jenem unerfreulichen Kapitel folgten für Abplanalp Anstellungen als Speed-Coach für zwei Jahre in Norwegens Verband und für eine Saison im amerikanischen Verband, wo er unter anderen für Lindsey Vonn und Julia Mancuso zuständig war.