Skispringen

Emotionale Highlights trotz Verpassen der Top Ten

Nicht ganz zufrieden: Killian Peier sprang beim Heim-Weltcup mit zwei soliden Auftritten auf den 15. Platz

Nicht ganz zufrieden: Killian Peier sprang beim Heim-Weltcup mit zwei soliden Auftritten auf den 15. Platz

Killian Peier 15., Simon Ammann 21. - für die grossen Exploits sorgen die Schweizer Skispringer am Heim-Weltcup in Engelberg nicht. Zufrieden sind die beiden irgendwie doch.

Was bleibt vom ersten Heimspringen am Samstag in Engelberg? Wahrscheinlich die in die Höhe gereckte Faust und das Strahlen im Gesicht von Simon Ammann. Der vierfache Olympiasieger war im ersten Durchgang erst nach 135,5 m gelandet - der zweitbesten Weite. Er hatte allerdings von optimalen Bedingungen profitiert und wurde zudem nur mit mittelmässigen Stilnoten bewertet. So reichte der schöne Sprung nur zum 17. Zwischenrang. Nach einem zweiten Sprung auf nur noch 123,5 m verlor Ammann noch vier Plätze.

Dennoch zeigte sich der 38-jährige Toggenburger auch am Ende zufrieden. "Es war genial, die Energie dieses Moments zu spüren", beschrieb Ammann seine Emotionen nach dem ersten Sprung. "Es war eine Riesenexplosion. Das stachelt an und ist ein mega Aufsteller." Im zweiten Durchgang habe es ihn vor dem Absprung etwas zusammengedrückt. "Die Müdigkeit macht es dann nicht einfacher."

Die Müdigkeit rührte daher, dass die Springer am Samstag insgesamt viermal vom Bakken mussten. Wegen des Föhnsturms am Freitag waren von den Athleten mit Training und Qualifikation innerhalb von fünf Stunden vier Sprünge gefordert. Die kurze Weihnachtspause vor der Vierschanzentournee kommt also äusserst willkommen. Zuvor steht aber am Sonntag noch ein zweites Springen in Engelberg.

Peier nahe an Bestform

Da möchte auch Killian Peier einen erneuten Anlauf Richtung Top Ten nehmen. Der WM-Dritte, der vor zwei Wochen in Russland seinen ersten Podestplatz im Weltcup gefeiert hatte, besass nach seinem ersten Sprung auf 132 m und Platz 13 noch alle Chancen, sich in der Rangliste zu verbessern. Stattdessen ging es noch Plätze Ränge in die andere Richtung. Dennoch bezeichnete der Waadtländer seinen Auftritt als zufriedenstellend. "Beim zweiten Sprung habe ich etwas zu viel attackiert für die Rückenwind-Verhältnisse", stellte er fest. "Aber es sind stabile Sprünge. Die Qualität ist nahe an dem, was ich will." Besser als 15. war Peier im Kanton Obwalden überdies noch nie.

Eine Klasse für sich waren Kamil Stoch und Stefan Kraft. Der Pole feierte dank der Tages-Bestweite von 138 m im ersten Durchgang seinen achten Podestplatz in Engelberg, jedoch erst den zweiten Sieg nach 2013. Der zweitplatzierte Österreicher Kraft büsste nur 1,7 Punkte ein.

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