Ski alpin
Diebe liessen Fränzi Aufdenblattens Skistöcke mitgehen

In Cortina wurden Fränzi Aufdenblatten kurz vor dem Super-G die Stöcke geklaut. Bis heute sind sie noch nicht wieder aufgetaucht. Vor dem WM-Super-G vom Dienstag musste kurzerhand Ersatz her – vom Skistock-Doktor.

Martin Probst, Schladming
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Fränzi Aufdenblatten an der WM in Schladming.

Fränzi Aufdenblatten an der WM in Schladming.

«Nein, der Dieb wurde nicht gefunden», sagt Fränzi Aufdenblatten. In Cortina wurden ihr kurz vor dem Start zum Super-G die Stöcke geklaut. Kurzerhand schnappte sie sich die Stöcke eines Vorfahrers und bretterte auf Rang 10.

Am Sonntag ist die 31-jährige Walliserin in Schladming eingetroffen – ohne ihre Ski-Stöcke. «Ich habe in einem Skisack nach Stöcke von 2009 gefunden, die Trainings für die WM bin ich mit diesen gefahren.» Kurzerhand wurde in der Nähe von Schladming ein Skistockexperte gefunden, der Aufdenblatten am Montag notfallmässig Stöcke formte.

Individuell geformt

Warum aber ist es so schwierig, Ersatz zu besorgen? «Die Skistöcke werden individuell geformt», erklärt Aufdenblatten. Es spielt dabei eine Rolle, wie die Athletin die Stöcke hält. «Je nachdem wird die Biegung im Stock stärker oder weniger stark geformt», sagt Aufdenblatten. Mit den falschen Stöcken stimmt sofort das Gefühl auf dem Ski nicht mehr zu 100 Prozent. Deshalb ist ein passender Stock wichtig.

Der Skistockdoktor hat das Problem am Montag gelöst. Für den Super-G vom Dienstag ist Aufdenblatten also gerüstet. Mit neuen Stöcken zu WM-Gold? «Warum nicht, ich fühle mich bereit, doch es braucht eine Topleistung von mir», sagt die Walliserin.