Curling

Ärgerliche Niederlage der Schweizer Curler gegen Frankreich

Christof Schwaller beobachtet die Steinabgabe.

Christof Schwaller beobachtet die Steinabgabe.

Die Schweizer Curler haben an der WM in Regina auch nach acht von elf Vorrundenspielen gute Aussichten auf die Playoff-Teilnahme. Am Mittwoch besiegten sie Tschechien und verloren gegen Frankreich.

Die 7:8-Niederlage gegen die von Thomas Dufour angeführten Franzosen - sie waren auch in den letzten Jahren öfters ein Stolperstein für die Schweizer Teams - war aus Schweizer Sicht sehr ärgerlich. Denn sie kam nach einem offensichtlichen, nicht geahndeten Regelverstoss der Franzosen zustande. Im letztlich matchentscheidenden 6. End wischte ein französischer Spieler einen seitlich gegen den Rand des Hauses laufenden Schweizer Stein. Der Stein befand sich bis zum Stillstand vor der sogenannten T-Line, die das Haus in der Mitte durchquert. Nach Reglement dürfen gegnerische Steine jedoch ausschliesslich hinter der T-Line gewischt werden. Der Stein lief gerade so weit gegen den Rand, dass zuletzt zwei französische Steine um wenige Zentimeter besser lagen. Die Franzosen notierten dadurch ein Vierer- statt nur ein Zweierhaus, und statt 4:5 stand es 4:7.

Weil Skip Schwaller nicht intervenierte, sondern die Partie fortsetzte, wurde das ermogelte Viererhaus gültig. Nachträgliche Beanstandungen sind nicht möglich. Grundsätzlich müssen sich die Skips untereinander einig werden. Gehen die Meinungen auseinander, wird ein Schiedsrichter beigezogen.

Den 8:6-Sieg nach Zusatz-End gegen Tschechien hatten sich die Schweizer schwer erkämpfen müssen. Die Tschechen haben sich erst zum dritten Mal für eine WM qualifiziert, sind aber ein unangenehmer und unberechenbarer Gegner. Sie besiegten Europameister Norwegen und verlangten auch den Schweizern alles ab. Die St. Moritzer verspielten eine 4:1-Führung nach vier Ends und mussten froh sein, dass Christof Schwaller sie mit einem schönen und nicht einfachen Doppel-Takeout noch ins Zusatz-End brachte. Dort gelang es den Schweizern, den tschechischen Skip Jiri Snitil vor dessen letztem Stein stark unter Druck zu setzen. Snitils Versuch gegen zwei nahe am Zentrum liegende Schweizer Steine geriet prompt zu lang.

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