Swiss Indoors
Schwieriger Weg in den Final für Roger Federer

Die Auslosung im Basler Rathaus hat Roger Federer einen schwierigen Weg beschert. In Runde 1 wartet ein eingespielter Qualifikant. Schon vor dem Final drohen Duelle mit Stan Wawrinka und Stefanos Tsitsipas.

Jakob Weber
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Das Tableau der Swiss Indoors 2019.

Das Tableau der Swiss Indoors 2019.

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Roger Federer werden auf dem Weg zur Titelverteidigung der Swiss Indoors einige Steine in den Weg gelegt. In den ersten beiden Runden geht der 38-Jährige den grossen Namen noch aus dem Weg. Aber ein eingespielter Qualifikant machen das Eröffnungsspiel am Montag auch nicht gerade leichter. In Runde 2 wartet dann der Gewinner der Partie zwischen Radu Albot und Dusan Lajovic.

Schon im Viertelfinal könnte Federer auf seinen Landsmann Stan Wawrinka treffen. Der Romand ist zur Zeit in guter Form und spielt morgen noch im Final von Antwerpen um den Titel des 250er-Turniers. Im Halbfinal wartet dann in der oberen Tableauhälfte Stefanos Tsitsipas. Gegen den jungen Griechen hat Federer in diesem Jahr einmal gewonnen und einmal verloren.

Henri Laaksonen spielt in Runde 1 gegen Benoit Paire.

Henri Laaksonen spielt in Runde 1 gegen Benoit Paire.

KEYSTONE/EPA/RAY STUBBLEBINE

Im unteren Teil des Turnierbaums ist neben Alexander Zverev (gegen Taylor Fritz) auch der Schweizer mit Wildcard Henri Laaksonen. Er spielt gegen die Nummer 8 des Turniers Benoit Paire. Auch das Topspiel der ersten Runde ist in der unteren Turnierhälfte. Die Nummer 6 des Turniers, David Goffin, trifft auf den Sieger der Swiss Indoors 2016, Marin Cilic.

Swiss-Indoors-Präsident Roger Brennwald ist nach der Auslosung zufrieden. "Wir haben fast keine Spiele für Court 2", scherzt er. Brennwald freut sich bei der 50. Ausgabe der Swiss Indoors über ein Novum. "Dass zu diesem Zeitpunkt noch kein Spieler abgesagt hat, gab es noch nie", sagt er.

Nur allzu gerne hätte Brennwald nicht nur den jungen Australier Alex de Minaur und Vorjahresfinalist Marius Copil mit einer Wildcard ausgestattet, sondern auch Andy Murray. Der Schotte spielt nach langer Verletzungspause seit den US Open wieder regelmässig, hat sich laut Brennwald aber entschieden, in der kommenden Woche eine Pause einzulegen und weder in Basel noch in Wien zu spielen.

Das Tableau der Swiss Indoors Basel 2019:

Das Tableau der Swiss Indoors 2019.

Das Tableau der Swiss Indoors 2019.

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Roger Federer (SUI, ATP 3): Der Baselbieter hat an seinem Heimturnier bereits 80 Spiele bestritten. Dabei hat er genauso viele Turniersiege wie Niederlagen gesammelt: neun.
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Alexander Zverev (GER, 6): Der Weltmeister des letzten Jahres befindet sich in der Krise. Das zeigt auch der Blick auf das Doppelfehler-Ranking 2019. Hier ist Zverev hinter Benoit Paire die Nummer 2 der Welt.
Stefanos Tsitsipas (GRE, 7): Der Blondschopf besiegte an den Australian Open Roger Federer, schied aber in vier seiner letzten fünf Turniere in der ersten Runde aus. Das macht dem Shootingstar zu schaffen. In New York wetterte er gegen Schiri Damien Dumusois: «Ihr Franzosen seid alle Spinner.»
Roberto Bautista Agut (ESP, 10): Er stand in Wimbledon in diesem Jahr zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Halbfinal. Völlig unerwartet, denn eigentlich hätte er zu diesem Zeitpunkt auf Ibiza seinen Junggesellenabschied feiern sollen. Der fiel ins Wasser. Die Hochzeit findet im November trotzdem statt.
Fabio Fognini (ITA, 12): Mit 32 enterte er 2019 erstmals die Top 10. Der Italiener ist immer für einen Spass oder einen Ausraster zu haben. In Basel schlug er bislang noch nie auf.
David Goffin (BEL, 14): Der 1,80 Meter kleine Belgier spielte schon dreimal in Basel gegen Roger Federer. Er verlor immer brav, gewann nur einen einzigen Satz und machte ansonsten nie mehr als drei Games.
Stan Wawrinka (SUI, 18): Seine Beziehung zu den Swiss Indoors ist wahrlich keine Liebesgeschichte. Achtmal scheiterte er bereits in der Startrunde. Im letzten Jahr sagte er kurz vor seinem ersten Spiel mit Rückenproblemen ab.
Benoit Paire (FRA, 23): Vor zwei Jahren liess sich der exzentrische Franzose vor dem Spiel gegen Roger Federer mit einem Läckerli im «Läckerli Huus» ablichten. Anschliessend wurde er vom Schweizer selbst vernascht.
Marin Cilic (CRO, 25): Der baumlange Kroate ist seit vier Jahren Stammgast in der St. Jakobshalle und gewann das Turnier 2016.
Wildcard: Alex de Minaur (AUS, 26) Mittlerweile steht der 20-jährige Australier sogar wieder auf Rang 26 der Rangliste. Das auch, weil er Ende September das Turnier in Huajin gewann.
Taylor Fritz (USA, 29): Der heute 21-jährige Amerikaner heiratete bereits mit 18 und wurde wenige Monate später auch Vater. Der erste ATP-Titel kam erst diesen Sommer.
Dusan Lajovic (SRB, 32): Der Serbe schied letztes Jahr in Basel eigentlich bereits in der Quali aus, gewann aber als Lucky Loser im Hauptfeld danach doch noch ein Spiel.
Reilly Opelka (USA, 37): Der 2,11 Meter-Riese stellte im Februar gemeinsam mit Landsmann John Isner einen ATP-Ass-Weltrekord auf. Opelka servierte 43 Asse, Isner 38.
Cristian Garin (CHI, 38): Das Jahr 2019 wird als Durchbruch in die persönliche Geschichte des Chilenen eingehen. Mit zwei Turniersiegen reist der 23-Jährige nach Basel.
Laslo Djere (SRB, 39): Der Serbe sorgte für einen der emotionalsten Momente in dieser Saison. Nach seinem überraschenden ersten Turniersieg in Rio widmete er diesen seinen verstorbenen Eltern. Seinen Vater verlor er nur zwei Monate vor seinem bisher grössten Erfolg.
Jan-Lennard Struff (GER, 41): Für den 29-jährigen Deutschen läuft es 2019 auf un d neben dem Platz. Sohn Henri kam im Frühling zur Welt. Im Juli erreichte Struff mit Rang 33 in der Weltrangliste eine neue Karrierebestleistung.
Albert Ramos-Vinolas (ESP, 42): Der Spanier kommt mit ausgezeichneten Schweizer Erinnerungen nach Basel. Im Sommer feierte er in Gstaad seinen zweiten Karrieretitel.
Daniel Evans (GBR, 43): Der Brite wurde 2017 positiv auf Kokain getestet und war ein Jahr lang zum Zuschauen verdammt. In dieser Saison startete er durch und verbesserte sich im Ranking um 144 Positionen.
Pablo Cuevas (URU, 45): Der Uruguayer spielte einen der schönsten Punkte des Jahres. Im Estoril punktete er gegen Tsitsipas am Netz mit einem No-Look-Stop durch die Beine.
Radu Albot (MDA, 46): Er ist ein wahrer Spätzünder. Der 29-Jährige, der laut eigener Aussage den Spitznamen «Machine» besitzt, wurde im Februar 2019 der erste moldawische ATP-Turniergewinner.
Miomir Kecmanovic (SRB, 49): Der Serbe ist einer der jungen Wilden auf der Tour. Der 20-Jährige soll einst nichts Geringeres als der Nachfolger von Novak Djokovic werden.
Juan Ignacio Londero (ARG, 51): Der Argentinier rückt nach, weil Basel nur drei und nicht vier Wildcards verteilt, und spielt deshalb zum ersten Mal in Basel.
Frances Tiafoe (USA, 53): Der junge Amerikaner schlief als Kind auf Klapptischen in einem Tenniszentrum, wo er mit seinen aus Sierra Leone geflüchteten Eltern lebte. Als Tennis-Profi stürmte er dieses Jahr an den Australian Open in die Viertelfinals und feierte seine Siege, indem er sich auf die entblösste Brust klopfte.
Richard Gasquet (FRA, 57): Er war Teil von gleich zwei grossen Tennis-Comebacks in diesem Jahr. Zuerst gewährte der Franzose Federer eine erfolgreiche Rückkehr auf Sand. Danach vereitelte er aber einen Erfolg von Andy Murray bei dessen Comeback nach mehrmonatiger Verletzungspause.
Filip Krajinovic (SRB, 60) Der Serbe darf als "Special Exempt" in Basel antreten, weil er in dieser Woche in Stockholm den Halbfinal erreichte.
Pablo Andujar (ESP, 63): Der Spanier ist der letzte Spieler, der es ohne Qualifikation in das Startfeld schafft. Das Teilnehmerfeld wird mit vier Wildcards, vier Qualifikanten und einem «Special Exempt» komplettiert.
Wildcard: Marius Copil (ROM, 92) Der Rumäne spielte im vergangenen Jahr in Basel das Turnier seines Lebens und stürmte als Qualifikant bis in den Final. Dafür wird er mit der Wildcard in diesem Jahr belohnt.
Wildcard: Henri Laaksonen (SUI, 103) Die Nummer 103 der Welt ist auch 2019 dank einer Wildcard direkt im Hauptfeld. Letztes Jahr stand er im Achtelfinal.
Ricardas Berankis (LTU, 67) Der 29-jährige Litauer profitierte in der zweiten Qualirunde von der Aufgabe des Franzosen Gregoire Barrere.
Hugo Dellien (BOL, 79) Der 26-jährige Bolivianer trifft in Runde 1 am Montag auf Alex de Minaur aus Australien.
Alexei Popyrin (AUS, 90 ) Der 20-jährige Australier spielte bereits vor einem Jahr in Basel und kam bis in den Achtelfinal. Auch 2019 überstand er die Quali.
Qualifikant: Peter Gojowczyk (GER, 111) Der Deutsche musste in beiden Aufeinandertreffen mit Roger Federer dem Schweizer zum Sieg gratulieren. In Basel ist er Federers Erstrundengegner.

Roger Federer (SUI, ATP 3): Der Baselbieter hat an seinem Heimturnier bereits 80 Spiele bestritten. Dabei hat er genauso viele Turniersiege wie Niederlagen gesammelt: neun.

Keystone