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Schweizer Nationalteam: Vladimir Petkovic und sein letztes Aufgebot

Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic gibt in Zürich in einem noblen Hotel sein Aufgebot für die beiden letzten Länderspiele des Jahres bekannt.

Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic gibt in Zürich in einem noblen Hotel sein Aufgebot für die beiden letzten Länderspiele des Jahres bekannt.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic muss für die beiden letzten EM-Qualifikationsspiele gegen Georgien und Gibraltar auf viele gestandene Nationalspieler verzichten.

Es ist wieder ruhiger geworden um die Schweizer Nationalspieler und ihren Coach Vladimir Petkovic. Sie haben sich im EM-Qualifikationsspiel gegen Irland mit dem 2:0 zuletzt ja auch aus einer Rücklage befreit. Nächsten Freitag gegen Georgien und in Gibraltar 72 Stunden später hat die Schweiz es mit vier gewonnenen Punkten in der Hand, im Plansoll zu bleiben mit dem Erreichen der Endrunde.

Zudem bearbeitet Petkovic Probleme um Spieler oder Nominationen heute ja ebenfalls aktiver und damit anders als auch schon. Der Tessiner hat aus der Vergangenheit gelernt, weshalb er seit Oktober den Medien seine Gedanken zum Aufgebot früher und dieses Mal in einem noblen Hotel Zürichs näherbringt. Ein Service, der jeglichen Raum für Spekulationen nimmt.

Mit Lichtsteiner, ohne Shaqiri

So gehört Captain Stephan Lichtsteiner für den am Montag beginnenden Zusammenzug wieder wie selbstverständlich zum Kader – seine Leadership kann die Schweiz gebrauchen. Und Xherdan Shaqiri, mit dem der Trainer jetzt offenbar in regerem Austausch steht, wird weiter nicht zur Verfügung stehen, was für diese Kampagne keine Besonderheit, sondern Normalität ist; Shaqiri hat alle sechs Qualifikationsspiele aus den verschiedensten Gründen verpasst, nun fehlt er wie im Oktober wegen einer Wadenverletzung, die laut Petkovic vor einiger Zeit ein zweites Mal aufgebrochen ist.

Es scheint sowieso, als habe der Nationalcoach auf eine Art letztes Aufgebot zurückgreifen müssen, weil neben Shaqiri auch Schär (Knie), Embolo, Mehmedi (beide Oberschenkel) und Gavranovic (Adduktoren) verletzt oder angeschlagen fehlen. Weshalb Petkovic am Donnerstag bis um 19 Uhr wartete und unter anderen den bei West Ham wenig gebrauchten Albian Ajeti oder U21-Nationalspieler Ruben Vargas nominierte.

Petkovic stärkt Xhaka den Rücken, ermahnt ihn aber auch

Und natürlich musste sich Petkovic zu Granit Xhaka nach dessen Turbulenzen bei Arsenal erklären. «Ich stehe voll hinter Granit, habe ihm geraten, sich zu entschuldigen. Manchmal gibt es nach Provokationen menschliche Reaktionen. Ich kann das verstehen, auch wenn er seine Emotionen im Griff haben sollte.» Die Zeit mit dem Schweizer Team hat schon vielen gutgetan – für Xhaka kommt sie einer Oase gleich.

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