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Zwischen Hoffen und Bangen: Der SC Kriens will in die Aufstiegsrunde

Drittligist Kriens II übt Druck auf die Top 2 aus, Kickers Luzern II ist weiter in Abstiegsgefahr.

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Veldin Subasic, Captain SC Kriens II.

Veldin Subasic, Captain SC Kriens II.

Bild: Michael Wyss

«Dass wir drei Runden vor Schluss auf Rang drei stehen in der Saison nach dem Aufstieg, macht mich natürlich stolz. Wir haben eine Liga höher eine gute Figur abgeben können und dürfen bereits jetzt schon auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken», zeigte sich Kriens-Trainer Luciano Santoro nach dem samstäglichen 4:1-Sieg über Kickers Luzern zufrieden. Mit drei Siegen in Serie, die Krienser besiegten unter der Woche den Leader Horw in einem spektakulären Spiel 4:3, ist Kriens wieder nahe an den Top 2:

«Wir hatten in diesem Spitzenspiel nichts zu verlieren und konnten ohne Druck nach Horw reisen. Wir waren uns aber bewusst, dass wir mit einem Vollerfolg den Kampf um die Aufstiegsspiele nochmals spannend machen können»,

so das Krienser Eigengewächs und Captain Veldin Subasic. Der 23-Jährige, der früher einst beim FC Luzern U21 in der 1. Liga kickte, doppelt nach und sagt: «Wenn ich einen Blick auf die Tabelle werfe, schmerzt nun die kürzlich erlittene 0:1-Niederlage gegen Hitzkirch. Der Sieg hätte uns noch näher an die Aufstiegsspiele gebracht. Dieser Nuller tat sehr weh.»

Spielerische Qualität, wenig Erfahrung

Mit 34 Punkten steht der SCK in der Tabelle. Die beiden Topkandidaten für die Aufstiegsrunde, Gunzwil (2. Rang; 39 Punkte) und Horw (1. Rang; 40), sind noch nicht ausser Gefahr und könnten auf der Zielgeraden noch abgefangen werden. Kriens übt im Endspurt der Qualifikationsphase wieder Druck auf das Duo aus. Santoro: «Das war schon immer mein Ziel, dass wir bis am Schluss um die Top 2 mitspielen können. Dass uns das glückte, ist nicht selbstverständlich. Mein Team ist sehr jung mit einem Durchschnittsalter von knapp 18 Jahren. Uns fehlen Routiniers, das sieht man in den Duellen gegen die bestandenen 3.-Ligisten. Sie haben mehr Erfahrung.» An spielerischer Qualität können sie in der 3. Liga jedoch problemlos mithalten. Das Gros des Teams stammt aus der eigenen Nachwuchsabteilung des SC Kriens. Santoro:

«Die Entwicklung im Team stimmt. Ich mache auch kein Geheimnis daraus, dass wir mittelfristig in der 2. Liga spielen wollen.»

Zum Abschluss wartet mit Adligenswil (a), Buochs II (h) und Gunzwil (a) ein machbares Programm auf die Krienser. «Wenn es in Gunzwil am letzten Spieltag noch eine Finalissima geben würde, wäre das unglaublich. Das hätten wir uns verdient. Voraussetzung sind natürlich nun zwei Pflichtsiege gegen Adligenswil und Buochs II», weiss Subasic. Und hoffen, dass Gunzwil und Horw patzen.

Der besondere Reiz für Kickers Luzern

Drei Runden vor Schluss hat Kickers Luzern unter seinem Trainer Emanuel Willi ein noch beruhigendes Punktepolster von fünf Punkten auf den direkten Abstieg (11. Rang; Hergiswil 11 Punkte). «Wir wollen den Ligaerhalt und wir sind auf Kurs. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.» Das Schlussprogramm: Ebikon (h), Malters (a) und Horw (h). Als Liganeuling wäre der Verbleib in der 3. Liga ein schöner Erfolg für die Stadtluzerner. «Die Liga ist attraktiv, und dass wir als zweite Mannschaft gegen bestandene 3.-Ligisten spielen können, hat natürlich einen besonderen Reiz für meine Spieler.»

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