Eishockey
Schmerzhafter Rückschlag im Playoff-Kampf: Der HC Luzern erleidet ein Zwischentief

Der HC Luzern verliert zum dritten Mal in Serie. Center Loris Müller (25) sagt aber: «Panikmache ist fehl am Platz.»

Michael Wyss
Drucken
Loris Müller, Stürmer HC Luzern.

Loris Müller, Stürmer HC Luzern.

Bild: Michael Wyss

Loris Müller gab sich vor dem Spiel in Aarau kämpferisch. «Wir müssen gegen die Argovia Stars gewinnen», sagte der Ostschweizer in Diensten des HC Luzern. Doch der HCL kassierte nach einer Serie von sechs Siegen die dritte Niederlage in Folge, 3:7 lautete das Schlussresultat. Droht Luzern nun die schon sichergeglaubten Playoffs zu verpassen? «Nein, wir haben diese Saison gezeigt, zu was wir fähig sind», so Müller.

«Wir spielen bisher eine starke Qualifikation und stehen über den Erwartungen. Wir können uns eine Rangierung in den Top 8 immer noch sichern. Panikmache ist fehl am Platz. Doch wir müssen schnell wieder punkten, denn die Liga ist sehr ausgeglichen.»

Aktuell steht der HCL auf dem vierten Rang. Allerdings hat die Konkurrenz ein Spiel weniger ausgetragen. «Die Niederlage gegen die Stars schmerzt, wir hätten einen direkten Mitstreiter im Kampf um Rang 8 klar distanzieren können», betont Müller.

17 Gegentore in den letzten drei Spielen

Am 8. Dezember wartet das punktgleiche Wetzikon, am 18. Dezember kommt es zum Duell gegen Schlusslicht Rheintal. Der Stürmer sagt: «Wir müssen eine Reaktion zeigen nach den zuletzt enttäuschenden Resultaten.» Stark verbessern muss sich die Defensive, in drei Partien kassierte das Team von Trainer Raphael Zahner 17 Gegentreffer. «Wir müssen wieder 60 Minuten Eishockey zeigen. Das war bei der Siegesserie einer der Erfolgsfaktoren.»

Müller entdeckte die Freude am Eishockey beim SC Rheintal. Aufgewachsen ist er in Widnau (SG), heute lebt er in Kloten. «Beim HCL bin ich glücklich. Die Zeichen stehen gut, dass ich bleibe.» Zuletzt spielte Müller beim Ligakonkurrenten Pikes Oberthurgau. Nach Luzern kam er wegen Zahner, der in Uzwil einst sein Trainer war. Mit HCL-Spieler Mark Fischer spielte er bei den Elite-Junioren in Langnau.

«Ich habe auch gespürt, dass wir in Luzern etwas bewegen können»,

sagt er. Der Center war einst in der Swiss League für Thurgau tätig und wurde während seiner Elite-Juniorenzeit beim HC Lugano sogar zweimal ins National-League-Team beordert.

Eishockey

1. Liga: Wetzikon – Frauenfeld 2:4. Burgdorf – Herisau 1:9. Argovia Stars – Luzern 7:3. Bellinzona – Rheintal 9:2. Pikes Oberthurgau – Reinach 9:5. Wil – Prättigau-Herrschaft 1:3. – Rangliste: 1. Pikes Oberthurgau 14/33. 2. Frauenfeld 13/25. 3. Wetzikon 13/25. 4. Luzern 14/25. 5. Wil 13/24. 6. Herisau 13/23. 7. Burgdorf 13/18. 8. Bellinzona 13/17. 9. Reinach 13/15. 10. Argovia Stars 13/15. 11. Prättigau-Herrschaft 13/10. 12. Rheintal 13/7.

Argovia Stars – Luzern 7:3 (2:1, 1:1, 4:1)
KEB Aarau. – 115 Zuschauer. – SR Derada; Schiess, Wüthrich. – Tore: 7. 1:0. 10. 2:0. 14. Jossen (Emanuel Guidon; Gianmarco Guidon) 2:1. 31. 3:1. 32. Grigioni (Küng) 3:2. 41. Bossi (End; Niklas Maurenbrecher) 3:3. 49. 4:3. 55. 5:3. 59. 6:3. 60. 7:3.

2. Liga. Gruppe Ost: Sursee – Küssnacht 5:3. Zug – Chiasso 7:5. Pregassona/Ceresio – Seetal 6:5. – Rangliste: 1. Sursee 13/34. 2. Zug 13/27. 3. Wallisellen 11/24. 4. Küsnacht 13/24. 5. Bellinzona 13/21. 6. Küssnacht 12/18. 7. Pregassona/Ceresio 12/18. 8. Schaffhausen 13/10. 9. Seetal 12/7. 10. Chiasso 12/3.