Fussball
Der FC Schattdorf gibt noch nicht auf

Am Samstag startet die Rückrunde in der 2. Liga interregional: Beim Tabellenschlusslicht Schattdorf liegt der Fokus auf dem Ligaerhalt.

Ruedi Vollenwyder
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Die Schattdorfer mit Sandro Stampfli (am Ball) mussten in der Vorrunde viel Lehrgeld bezahlen.

Die Schattdorfer mit Sandro Stampfli (am Ball) mussten in der Vorrunde viel Lehrgeld bezahlen.

Bild: Patrick Hürlimann (Hergiswil, 13. November 2021)

Die Ausgangslage auf die Rückrunde hin ist für den FC Schattdorf beunruhigend, aber noch nicht hoffnungslos. Fünf Punkte beträgt der Rückstand des Tabellenletzten auf einen Nichtabstiegsplatz. Wenn am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen den FC Perlen-Buchrain die 2.-Liga-inter-Rückrunde beginnt, liegt der Fokus des Urner Aufsteigers voll und ganz auf dem Kampf um den Ligaerhalt.

Dass man sich beim FC Schattdorf nach dem erstmaligen Aufstieg in die 2.-Liga-inter-Klasse auf ein «Abenteuer mit unbekanntem Ausgang» einliess, war von vornherein klar. Der Liganeuling musste denn auch viel Lehrgeld bezahlen. Das Team um Trainer Gabriel Gabriel war oft nahe am Punktgewinn, konnte mit dem Gegner mithalten. «Wir wurden aber für den grossen Aufwand, auch wegen zu vieler Eigenfehler, nicht belohnt», sagt Gabriel, der zu Saisonbeginn das Traineramt beim Fanionteam übernahm. Doch ein Aufgeben kommt für die Urner nicht in Frage. «Meine Mannschaft lebt, zieht trotz der vielen, teils brutalen Rückschläge voll mit», so Gabriel.

In den Testspielen warmgeschossen

Was stimmt den Trainer optimistisch? «Wir haben bisher genügend Lehrgeld bezahlt. Wir wissen nun, wie der Karren läuft», betont Gabriel. «Auch die Rädchen im gegen Ende der Vorrunde erarbeiteten neuen Spielsystem greifen immer besser ineinander.» Im Hinblick auf den angestrebten Ligaerhalt erhofft sich Gabriel einen guten Rückrundenstart. Gerade am Anfang stehen den Schattdorfern mit Perlen-Buchrain (9. Rang/19 Punkte), Kickers Luzern (10./17), Goldau (13./13) und Novazzano (12./14) Mannschaften gegenüber, «gegen die wir uns mit einer konzentrierten Leistung durchaus behaupten können. Ja müssen, wollen wir unser gestecktes Ziel erreichen», so Gabriel.

Was die Vorbereitung angeht, kann der Trainer nur Gutes berichten. Er sagt: «Die positiven Resultate in den Testspielen stärken sicherlich das Selbstvertrauen in unserem Team.» Auch was die eklatante Offensivschwäche mit nur 19 geschossenen Toren in den 13 Vorrundenspielen betrifft, sieht er eine Steigerung. In den sechs Testspielen haben sich die Schattdorfer Offensivleute richtiggehend warmgeschossen. Nicht weniger als 25-mal zappelte der Ball im gegnerischen Netz.

Langzeitverletzte kehren zurück

Auch personell ist das Tabellenschlusslicht wieder besser aufgestellt. Abgänge hat man beim FC Schattdorf keine zu verzeichnen. Dafür stossen die Langzeitverletzten Cédic Gisler, Franco Heinzer und Livio Gisler wieder zum Team. Was dem Trainer Gabriel Gabriel die eine oder andere Alternative mehr ermöglicht als noch in der Vorrunde. Übrigens: Mit dem 1:0-Vorrundensieg gegen den samstäglichen Gegner Perlen-Buchrain startete der FC Schattdorf erfolgreich in sein 2.-Liga-inter-Abenteuer. Es war die erste von nur zwei siegreich abgeschlossenen Partien. Diesen erfolgreichen Ligaeinstand möchten die Urner zum Rückrundenstart nur allzu gerne wiederholen.

Schattdorfer Testspiele: Sursee (1.) 3:5, Sempach (2.) 4:0, Rothenburg (2.) 5:0, Buochs (1.) 3:2, Muotathal (3.) 8:1, Sarnen (2.) 3:4. 2. Liga inter. Samstag, 19.00: Perlen-Buchrain – Schattdorf (Hinterleisibach).