Fussball
Überraschungssieg: Der FC Schattdorf beendet lange Durststrecke

Schlusslicht Schattdorf besiegt Emmenbrücke in überzeugender Manier mit 3:0. Nun gibt es etwas Morgenröte für die gebeutelten Urner.

Urs Hanhart
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Der Schattdorfer Berke Özyürek (rechts) versucht den Emmenbrücker Bojan Malbasic am Durchkommen zu hindern.

Der Schattdorfer Berke Özyürek (rechts) versucht den Emmenbrücker Bojan Malbasic am Durchkommen zu hindern.

Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 6. November 2021)

Viele, wenn nicht sogar alle der rund 250 Zuschauer im Stadion Grüner Wald in Schattdorf mussten sich am Samstag erstaunt die Augen reiben. Der FC Schattdorf, der fast drei Monate lange keinen Sieg mehr einfahren konnte und abgeschlagen das Tabellenende der 2. Liga inter ziert, führte den Tabellendritten FC Emmenbrücke richtiggehend vor und liess dem vermeintlichen Favoriten fast keinen Stich.

Die Platzherren warteten 90 Minuten lang mit einer richtiggehenden Galavorstellung auf und verzückten die heimischen Fans. «Ich bin sehr erleichtert, dass wir endlich wieder einmal drei Punkte geholt haben und für unsere Anstrengungen belohnt worden sind. In den vorangegangenen Spielen waren wir einige Male nahe dran. Aber es fehlte an der nötigen Effizienz», freute sich FCS-Trainer Gabriel Gabriel nach dem Schlusspfiff. Dann fügte er noch an:

«Wir waren diesmal von Anfang an aufsässig sowie kompakt und haben dadurch den Gegner nie richtig ins Spiel kommen lassen.»

Simon Wipfli mit zwei Toren

Die Gastgeber starteten ungemein druckvoll und erarbeiteten sich bereits in den ersten Minuten drei Torchancen. Patrik Stampfli, Robin Mahrow und Ramon Scheiber setzten den Ball jedoch entweder knapp neben das Tor oder scheiterten am aufmerksamen Emmenbrücke-Schlussmann Eldin Beganovic. Eine logische und verdiente Folge dieser Startoffensive war das 1:0 in der 19. Minute. Die Gäste brachten nach einem Durcheinander im Strafraum das Leder nicht weg. Schliesslich landete die Kugel etwas glücklich bei Simon Wipfli, der aus rund zehn Metern mit einem satten Schuss aus der Drehung einnetzte.

Nach diesem Führungstreffer lehnten sich die Rot-Schwarzen keineswegs zurück. Sie versuchten gleich nachzulegen, was Patrik Stampfli in der 35. Minute nach einem schnellen Konter, bei dem er von Captain Paul Arnold massgeschneidert bedient wurde, beinahe gelang. Wenig später erwischte Robin Mahrow den Gäste-Keeper um ein Haar mit einem Absatztrick. Kurz vor dem Pausenpfiff zahlten sich die Offensivbemühungen der spielfreudigen Urner erneut aus. Diesmal schloss der pfeilschnelle Aussenstürmer Stampfli einen Bilderbuchkonter erfolgreich zum 2:0 ab.

Die im Angriff blass gebliebenen Luzerner verzeichneten erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ihre erste Grosschance. Schattdorf-Goalie Livio Mahrow machte diese jedoch mit einer mirakulösen Parade zunichte und verhinderte mit dieser Glanztat den Anschlusstreffer, der dem Aufstiegskandidaten sicherlich Auftrieb verliehen hätte. Für die Vorentscheidung in dieser erstaunlich einseitigen Partie sorgte Mittelfeldakteur Simon Wipfli, der in der 50. Minute einem fatalen Abwehrfehler der Gäste eiskalt ausnutzte und mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 erhöhte. In den verbleibenden 40 Minuten waren die hoch kotierten Emmenbrücker dann weit davon entfernt, dem Spiel noch eine entscheidende Wende zu geben.

Zum Abschluss kommt es zum Kellerduell

Durch diesen zweiten Vollerfolg in dieser Saison ist Schattdorf bis auf zwei Zähler an den Tabellenvorletzten Goldau herangerückt. Auch der Strich liegt nun wieder einigermassen in Reichweite. Am kommenden Samstag steht zum Abschluss der Hinrunde das Kellerduell gegen Hergiswil an. Dazu sagte Gabriel:

«Wir werden versuchen, den Schwung mitzunehmen und genau gleich aufzutreten wie diesmal. Wenn wir mit der gleichen Präsenz und Einstellung in dieses Match steigen, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir erneut zuschlagen können.»