Langlauf
Dieses Duo will am Engelberger Nachtsprint ein Feuer entfachen

Beim Nachtsprint in Engelberg gehören Silvan Lauber und Julian Emmenegger zu den Favoriten in ihrer Kategorie.

Roland Bösch
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Für Silvan Lauber lief in der aktuellen Saison nicht alles nach Wunsch.

Für Silvan Lauber lief in der aktuellen Saison nicht alles nach Wunsch.

Bild: Urs Steger (Ulrichen, 22. März 2021)

Für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking sind die beiden Luzerner Langläufer Julian Emmengger und Silvan Lauber noch etwas zu jung. Heute Abend wollen sie am Fusse der grossen Titlisschanze trotzdem ein Feuer entfachen. Mit dem «Nachtsprint Engelberg» folgt innerhalb einer Woche das zweite Nachtspektakel im Rahmen des Zentralschweizer Langlaufcups ZSSV. Emmenegger wie Lauber waren am letzten Samstag bei der Premiere des Swiss-Langlauf-Cross auf dem Langis ebenfalls am Start.

Als Dritter schaffte Lauber vom Skiclub Horw sogar den Sprung auf das Podest. «Mir hat diese Wettkampfform mit zahlreichen Hindernissen viel Spass bereitet. Solche Abwechslungen tun gut», blickt der 16-Jährige zurück. Für den gleichaltrigen Emmenegger, der auf dem Glaubenberg im Halbfinal hängen geblieben ist, ist klar: «Trotz des Swiss-Langlauf-Cross bleibt auch der Nachtsprint Engelberg etwas Spezielles.»

Mit Medaille im Gepäck

Der Mann vom Skiclub Flühli tritt jedoch mit dosierten Erwartungen an – aus gutem Grund. Seine erste FIS-Saison in der U18-Kategorie ist eine Berg- und Talfahrt. Zunächst musste er wegen einer Erkältung auf den Saisonstart im Rahmen des Swisscups im Goms verzichten. Zwischen Weihnachten und Neujahr befand sich Emmenegger in Campra noch nicht in Top-Form. Mitte Januar folgte dann für den Schüler der Sportmittelschule Engelberg fast etwas unerwartet der Gewinn der Bronzemedaille an den U18-Schweizer-Meisterschaften über 10 Kilometer im klassischen Stil. «Leider erwischte ich danach den Virus, und so befinde ich mich wieder im Aufbau», erklärt Emmenegger. Für den 16-jährigen ist klar:

«Solche Regionalrennen kommen im Hinblick auf die weitere Swisscup-Saison gerade recht.»

Beim «Nachtsprint Engelberg» hat Emmenegger grundsätzlich noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr musste er sich im letzten U16-Jahr von Silvan Lauber geschlagen geben.

Auch Julian Emmenegger (rechts) hat noch Rechnungen offen.

Auch Julian Emmenegger (rechts) hat noch Rechnungen offen.

Bild: Urs Steger (Ulrichen, 22. März 2021)

Lauber liebäugelt heute Abend erneut mit einem Spitzenplatz. Er ist sich jedoch bewusst, dass die direkte Konkurrenz mit den zwei bis drei Jahre älteren Armando Spaeti und Philippe Meyer aus dem eigenen Skiclub kommt. Die Breite in der U18/U20-Kategorie ist gross, gehört doch auch Matthias Riebli vom Skiclub Schwendi-Langis zum Favoritenkreis.

Alle Teilnehmenden kommen auf ihre Kosten

Silvan Lauber ist auf jeden Fall bereit, alles zu geben. Obwohl auch er sich einen etwas besseren Saisonstart hätte vorstellen können.

«Gerade vor den Schweizer Meisterschaften habe ich gemerkt, dass ich nicht restlos fit bin. Ich habe dann bewusst das Training etwas gedrosselt und auf meinen Körper gehört»,

erinnert sich junge Langläufer.

Der «Nachtsprint Engelberg» findet heute Abend bereits zum 19. Mal statt. 125 Athletinnen und Athleten treffen im Klosterdorf auf beste Rahmenbedingungen. Als Veranstalter tritt der Nidwaldner Skiverband auf. Bei OK-Präsident Beat Waser ist die Vorfreude gross: «Bei einem Sprint kommen die ganz jungen 8-jährigen Athleten ebenso auf ihre Rechnung wie auch die älteste 54-jährige Teilnehmerin.» Warum? Nach dem sportlichen Teil darf einmal mehr der obligate Hot-Dog für alle Teilnehmenden nicht fehlen.

Heute, 18.30 Uhr: Prolog. Ab zirka 19.30 Uhr: Finalläufe.

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