Fussball
Kein Lohn für gute Vorstellung: Schattdorfer kommen nicht vom Fleck

Im ersten Heimspiel der 2.-Liga-inter-Rückrunde unterliegt der FC Schattdorf dem FC Kickers sehr unglücklich mit 0:1.

Urs Hanhart
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Schattdorfs Patrik Stampfli kommt gegen den Luzerner Valentino Bütler (links) zum Abschluss.

Schattdorfs Patrik Stampfli kommt gegen den Luzerner Valentino Bütler (links) zum Abschluss.

Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 19. März 2022)

Das Tabellenschlusslicht der 2. Liga Interregional kommt weiterhin nicht vom Fleck. Im Duell mit dem Ranglistenzehnten Kickers-Luzern vergaben die Urner eine gute Gelegenheit, den Abstand zu den anderen Abstiegskandidaten zu verkürzen.

«Eigentlich waren wir besser als der Gegner. Wir hatten mehr Spielanteile und verzeichneten mehr sowie bessere Torchancen. Das war eine sehr unglückliche Niederlage»,

bilanzierte FCS-Trainer Gabriel Gabriel nach dem Schlusspfiff. Dann fügte er noch an: «Nun müssen wir das Positive aus diesem Spiel mitnehmen und versuchen, in der nächsten Partie gegen Goldau zuzuschlagen.»

Schattdorf startete druckvoll und erarbeitete sich in der zwölften Minute die erste Gelegenheit, das Skore zu eröffnen. Nach einem scharf getretenen Querpass im Strafraum hämmerte Livio Gisler die Kugel nur um wenige Zentimeter übers Tor. Zehn Minuten später scheiterte Patrik Stampfli mit einem Weitschuss aus rund 18 Metern nur knapp. Auch sein Geschoss war etwas zu hoch angesetzt. Kurz darauf reihte sich auch noch Skander Agrebi in die Reihe jener Akteure ein, die den Führungstreffer auf dem Fuss hatten, jedoch nicht reüssieren konnten. Sein Schuss flog am rechten Pfosten vorbei. Die Gäste zeigten in der ersten halben Stunde offensiv praktisch nichts.

Es fehlt das nötige Abschlussglück

Deshalb kam das 1:0 durch Sunil Rajan in der 36. Minute einer eiskalten Dusche für die Platzherren gleich – und dies gleich in doppeltem Sinne. Einerseits fiel der Treffer praktisch aus dem Nichts und anderseits war dessen Regularität umstritten.«In meinen Augen stand der betreffende Spieler mindestens anderthalb Meter im Abseits. Aber der Linienrichter hat es offenbar anders gesehen», haderte Gabriel, und er fügte noch an:

«Das war sehr schade für uns. Wir hätten nach der ersten Halbzeit eigentlich führen müssen.»

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gastgeber zu reagieren. Allerdings warteten die jetzt noch defensiver agierenden Stadtluzerner immer wieder mit blitzschnellen und dementsprechend gefährlichen Kontern auf. Schattdorf-Schlussmann Livio Mahrow musste mehrfach sein ganzes Können aufbieten, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Vorne erarbeiteten sich die Hausherren zwar weitere Chancen, aber es fehlte weiterhin am nötigen Abschlussglück. In der 51. Minute setzte Joachim Gisler einen Kopfball knapp übers Gehäuse.

Fünf Minuten später kam Kevin Gamma nach einem Absatztrickpass von Ramon Scheiber aus guter Position zum Abschluss. Allerdings traf er das Leder nicht wunschgemäss. Die allerletzte Ausgleichschance der Partie vergab Agrebi in der Nachspielzeit. Sein von der Strafraumgrenze getretener Freistossball segelte wenige Zentimeter über die Latte. Nach dieser zehnten Niederlage im 15. Spiel sieht es für die Schattdorfer immer düsterer aus. Der Abstand zum rettenden 11. Platz ist weiter angewachsen. Dennoch hat Gabriel die Hoffnung nicht aufgegeben, doch noch den Sprung über den Strich zu schaffen. Seine Devise ist klar: «Wir müssen im Training noch härter an uns arbeiten und alles daransetzen, das Glück zu erzwingen. Ich bin zuversichtlich, dass bald der Knopf aufgeht und ein Ruck durch die Mannschaft geht. Wir sind immer noch voll motiviert und bereiten uns bestmöglich auf die nächsten Spiele vor.»

Am kommenden Samstag kommt es zum Kellerduell mit dem SC Goldau. In diesem Sechs-Punkte-Spiel stehen beide Teams gewaltig unter Druck.

Hinweis

Telegramm und Rangliste auf Seite 26.