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Der FC Gunzwil hat neuen Mut gefasst und fasst den Wiederaufstieg zum Ziel

Drittligist FC Gunzwil hat den Abstieg gut verkraftet. Die Michelsämter mischen wieder oben mit.

Michael Wyss
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Sebastian Schindler, Trainer FC Gunzwil.

Sebastian Schindler, Trainer FC Gunzwil.

Bild: Michael Wyss

Der Blick auf die Tabelle der 3. Liga Gruppe 2 präsentiert sich aus Sicht der Gunzwiler erfreulich. Sechs Siege, ein Remis und eine Niederlage, das ist die zwischenzeitliche Bilanz. Der Absteiger aus der regionalen 2. Liga der vergangenen Spielzeit, hat sich in der neuen Liga schnell gefangen.

«Wir haben 19 von möglichen 24 Zählern erspielt, das ist durchwegs positiv. Als Absteiger ist es nie einfach, wenn man jedes Wochenende die Rolle des Gejagten meistern muss. Das meistern wir bisher ganz gut. Wobei wir den Zenit noch lange nicht erreicht haben», so Gunzwils Trainer Sebastian Schindler (39) nach dem 3:2-Sieg über Root. «Mit Luft nach oben meine ich auch, dass wir noch nicht über 90 Minuten die Konstanz auf den Platz bringen, die es benötigt, um souverän einen Sieg einzufahren. Im Spiel gegen die Rontaler führten wir 3:0, kassierten aber noch zwei Gegentreffer innert neun Minuten. Völlig unnötig machten wir uns das Leben wieder selber schwer», monierte Schindler nach dem Zittersieg auf der Linden. «An der Winnermentalität über die gesamte Spielzeit müssen wir noch arbeiten. Das ist die grosse Herausforderung. Wir haben viel Qualität in dieser Mannschaft, wir werden uns steigern und weiterentwickeln.»

FC Malters sitzt im Nacken

Positiv sei, wie Schindler weiter betonte, die Integration diverser Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft. «Sie sind unsere Zukunft und werden ihren Weg machen.» Dass Gunzwil sich mit der 3. Liga nicht zufrieden gibt, erklärt sich von selbst. Als Absteiger und früherer 2. Liga-inter-Vertreter will man natürlich eine Rückkehr in die regionale 2. Liga schnell ins Auge fassen. Schindler:

«Die Aufstiegsspiele wollen wir erreichen. Dann schauen wir weiter. In der 3. Liga Gruppe 2 werden wir bis am Schluss gefordert sein, denn die Gruppe ist stark besetzt.»

Recht hat er. Nebst dem souveränen Leader Horw (24 Punkte), buhlt auch Malters (18) um einen Platz unter den Top-2. Gunzwils Captain Philippe Kronenberg (29, Verteidiger), der seit zwölf Jahren im Fanionteam spielt, ist zuversichtlich: «Wir haben einen guten Mix aus jungen und routinierten Spielern, und der Trainerstaff macht einen super Job. Die Top-2 sind möglich.»

Mit zwei weiteren Siegen gegen Buochs II und Schlusslicht Olympique Lucerne will man den zweiten Platz festigen. «Sechs Punkte sind Pflicht. Mit der richtigen Einstellung holen wir diese beiden Siege auch», ist Schindler überzeugt.

Wichtige Duelle für Root gegen den Abstieg

Für den SK Root (8. Rang, 9 Punkte), der sich nach dem schlechten Saisonstart etwas fangen konnte, stehen nun drei wichtige Partien zum Abschluss der Vorrunde auf dem Programm. Wegweisend werden die Partien gegen Schlusslicht Olympique Lucerne, Hitzkirch und Hergiswil II sein. Das sind alles Mitstreiter im Kampf um den Ligaerhalt. «Hier werden die Weichen gestellt. Es warten sogenannte Sechs-Punkte-Spiele auf uns», weiss Roots Trainer Daniel Luchs (44).

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