Altdorfer Handballer treffen in der 1. Liga auf Emmen: Duell zweier Aufstiegskandidaten

Die Altdorfer Handballer bekommen es mit Emmen zu tun. Der Gegner steht bereits mächtig unter Druck.

Urs Hanhart
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Altdorfs Mario Obad will am Samstag wieder punkten.

Altdorfs Mario Obad will am Samstag wieder punkten.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Bei der KTV-Truppe geht es derzeit Schlag auf Schlag. Nach dem hauchdünnen Heimsieg vor Wochenfrist gegen Dagmersellen steht am Samstag bereits das zweite prestigeträchtige Zentralschweizer Derby an. Die Gelb-Schwarzen müssen auswärts gegen Handball Emmen antreten. Das mit Spannung erwartete Duell zwischen den beiden ehemaligen NLB-Vertretern, die vor etwas mehr als zwei Jahren gemeinsam in die 1. Liga abgestiegen sind, wird um 16 Uhr in der Sporthalle Rossmos angepfiffen.

In der vergangenen Saison, die bekanntermassen aufgrund der Coronapandemie abgebrochen werden musste, lieferten sich Altdorf und Emmen einen packenden Fight um den zweiten Finalrundenplatz. Die Luzerner behielten nach der Qualifikationsphase dank einer etwas besseren Torbilanz hauchdünn die Oberhand und schickten die punktgleichen Urner in die Abstiegsrunde. Beide Direktbegegnungen im Rahmen der Hauptrunde verliefen ungemein spannend. Das erste Kräftemessen konnte Altdorf mit 32:28 für sich entscheiden, und im Rückkampf setzte sich dann Emmen mit 32:31 durch.

Gastgeber muss Ausrutscher wegbügeln

Am Samstag steigen die beiden Finalrundenanwärter mit völlig unterschiedlichen Ausgangslagen ins Derby. Emmen hat nur das Startspiel gegen Dagmersellen gewonnen und danach zwei Niederlagen eingefahren. Während der 28:31-Taucher gegen Mitfavorit Olten mehr oder weniger budgetiert war, stellte die deutliche 31:40-Niederlage gegen den krassen Aussenseiter Muri eine herbe Enttäuschung dar. Durch diesen verpatzten Saisoneinstieg stehen die Emmer bereits mit dem Rücken zur Wand. Das heisst: Sie müssen das Spiel gegen Altdorf unbedingt gewinnen, um den Anschluss an die Tabellenspitze einigermassen zu halten. Im Falle einer weiteren Niederlage wären sie in Sachen Finalrundeneinzug wohl schon so gut wie weg vom Fenster.

Altdorf hingegen kann das Spiel dank der zwei Auftaktsiege und der noch immer weissen Weste um einiges entspannter angehen. Spielertrainer Mario Jelinic betont: «Ich schätze Emmen trotz der beiden Niederlagen etwa gleich stark ein wie in der letzten Saison. Die Mannschaft ist gut besetzt und wird sich sicherlich wieder fangen. Ich erwarte jedenfalls einen harten Kampf. Für beide Teams ist dieses Derby extrem wichtig. Wir sind gut vorbereitet und werden wieder Vollgas geben.»

Augenmerk auf Ex-Nationalspieler

Der Jelinic-Truppe winkt die Chance, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einerseits könnte man mit einem Sieg einen der Hauptkonkurrenten um die Finalrunden-Qualifikation vorentscheidend zurückbinden, andererseits winkt die Gelegenheit, sich für die Verbannung im Vorjahr in die Abstiegsrunde zu revanchieren. In dieser Begegnung liegt also viel Pfeffer. Für Jelinic ist klar, dass die zuletzt gegen Dagmersellen gezeigt Leistung wohl kaum reichen dürfte, um auch in Emmen zu reüssieren. Er betont: «Wir dürfen uns nicht mehr so viele technische Fehler erlauben. Zudem müssen wir im Abschluss effizienter werden.» Auf einen Akteur wird die Hintermannschaft ein besonderes Augenmerk richten, nämlich auf Mark Schelbert. Der wurfgewaltige Ex-Nationalspieler hat in den ersten drei Spielen bereits 31 Tore geworfen, was einem Schnitt von 10,3 Treffern pro Partie entspricht.

Handball. 1. Liga. Samstag, 16 Uhr: Emmen – Altdorf.