Die Luzerner Unihockeyaner gehen in die Offensive

Unihockey Luzern (1. Liga) glückt der Saisonstart: zwei Spiele, zwei Siege. Im Cup wartet das NLA-Team aus Uster.

Ruedi Vollenwyder
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Die Luzerner mit Joshua Jeffrey am Ball starten dominant in die Partie gegen Reinach.

Die Luzerner mit Joshua Jeffrey am Ball starten dominant in die Partie gegen Reinach.

Bild: Pius Amrein (Luzern, 19. September 2020)

An die letzte Saison erinnern sich die Luzerner 1.-Liga-Unihockeyaner nur ungern. Zuerst scheiterte Luzern im Schweizer Cup sang- und klanglos an Schüpfheim aus der 3. Liga. In der Meisterschaft hatte das Team von Trainer Sergio Lämmler nach 16 Spielen erst zwei Punkte auf dem Konto. Im neuen Jahr ging es dann leistungsmässig endlich aufwärts. Aus den restlichen sechs Partien schauten drei Siege heraus. Doch zu mehr als dem 10. Rang reichte es nicht, ehe die Meisterschaft abgebrochen wurde.

Diese Saison wollte Unihockey Luzern den Start nicht verschlafen. Der Auftakt in die neue Spielzeit gelang denn auch: In der ersten Runde gewannen die Luzerner auswärts gegen Deitingen mit 5:3 –und setzten im ersten Heimspiel gegen Lok Reinach gleich noch einen Sieg obendrauf. Die Aargauer mussten mit einer 5:6-Niederlage die Heimreise antreten.

Saisonziel bleibt der Ligaerhalt

Die Luzerner starteten dominant in diesen Match und holten im ersten Drittel eine 3:1-Führung heraus. Im zweiten torlosen Abschnitt hielt Goalie Jonas Mathis sein Team mit einer makellosen Leistung im Spiel. Im letzten Drittel musste Reinach etwas aufmachen und lief prompt in etliche Konter. Die Lämmler-Schützlinge bauten die Führung auf 6:1 aus. War das Spiel also entschieden? Denkste! Innert vier Minuten gelangen Reinach ebenso viele Tore. Plötzlich hiess es nur noch 6:5, Reinach war wieder im Geschäft. «Wir hatten nach der 6:1-Führung etwas Grosses zu verlieren. Eine gewisse Unsicherheit machte sich in Anbetracht des nahen Sieges breit», meinte Sergio Lämmler zum zwischenzeitlichen Einbruch. «In der Schlussphase mussten wir dann noch etwas leiden. Doch es reichte. Für mein Team und auch für mich war dieser Saisonstart wirklich cool.»

Trotz des Startes nach Mass bleibt man bei den Luzerner Unihockeyanern auf dem Boden. «Unser Saisonziel ist und bleibt der Ligaerhalt. Wir wollen in die Playoffs, was bedeutet, dass die Qualifikation mindestens auf dem 8. Rang abgeschlossen werden muss», gibt Lämmler als Vorgabe bekannt. «Wir haben im Sommer zusammen sehr gut gearbeitet und gute Testspielresultate realisiert. Von der Spielart her wollen wir den Fokus auf die Offensive legen und uns nicht verstecken.» Diese Taktik hat die Mannschaft in den ersten drei Pflichtpartien denn auch gut umgesetzt.

Kadermässig hat sich nicht viel verändert. Die drei Leistungsträger Julian Lingg, Carlo Wildi und der langjährige Goalie Nicolas Graf sind nicht mehr dabei. Dafür konnten die Luzerner mit Oskar Grönman (24) nebst Janne Uotila, der den Transfer einfädelte, einen zweiten Finnen verpflichten. «Er passt zu uns, er ist ein Leadertyp und ein Teamplayer. Wir werden noch Freude an ihm haben», verspricht Trainer Sergio Lämmler.

Ein «Highlight» für das Team

Im Cup (1/64-Final) haben die Luzerner die gleichklassigen Zuger Highlands mit 9:5 besiegt. Nun wartet in der nächsten Runde als Lohn das Spiel gegen den NLA-Klub Uster. «Ein tolles Highlight für mein Team. Nicht mancher meiner Akteure konnte sich in einem Ernstkampf schon mit einem NLA-Klub messen», meint Lämmler strahlend.

Luzern – Lok Reinach 6:5 (3:1, 0:0, 3:4)
Utenberg. – 84 Zuschauer. – SR Eisenmann/Schweizer. – Tore: 13. Uotila 1:0. 15. Fonseca 2:0. 16. Wullschleger 2:1. 17. Koller 3:1. 45. Koller 4:1. 48. Uotila 5:1. 51. Barmettler 6:1. 52. Krebs 6:2. 54. Vojtisek 6:3. 55. Dünki 6:4. 55. Frey 6:5. – Strafen: 6-mal zwei Minuten gegen Luzern, 4-mal zwei Minuten gegen Reinach. – Unihockey Luzern: Mathis; Manuel Wagner, Jeffrey, Schmid, Brönnimann, Koller, Uotila, Barmettler, Gerber, Fonseca, Rutschmann, Niederberger, Lopes, Jessen-Richardsen, Affentranger, Baumgartner, Gilli, Grönman.