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Bruno Berners Abstecher nach Zug bleibt glücklos: Nur ein Remis gegen Georgiens U18

Die U18-Nationalmannschaft der Schweiz zeigt in zwei Testspielen gegen Georgien gute Ansätze. Zu einem Sieg reicht es nicht.

Martin Mühlebach
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Bruno Berner geht die Arbeit beim U18-Nationalteam nicht aus.

Bruno Berner geht die Arbeit beim U18-Nationalteam nicht aus.

Bild: Maria Schmid (Zug, 28. April 2022)

Das erste der beiden Spiele auf der Zuger Hertiallmend gewann Georgien 2:1. Der Schweizer Headcoach Bruno Berner, der vor seiner Verbandstätigkeit während vier Jahren den SC Kriens – drei Jahre davon in der Challenge League – erfolgreich trainierte, befand: «Wir liessen bei Feldüberlegenheit viele Einschussmöglichkeiten ungenutzt verstreichen, während die mit Herzblut kämpfenden Georgier zwei Freistosstore erzielten.»

Das zweite Spiel endete 1:1. Der beim FC Luzern unter Vertrag stehende Nando Toggenburger erzielte in der 15. Minute die 1:0-Führung der Schweiz. Just nachdem Bruno Berner nur wenige Sekunden zuvor fünf Spieler zum Warmlaufen beordert hat. Der Schweizer Headcoach erteilte seiner Elf während der gesamten Spielzeit taktische Anweisungen und trieb sie unentwegt nach vorne. Der Lohn für die engagierte Arbeit des Trainers blieb aus. Der Georgier David Gotsiridse erzielte in der 44. Minute den 1:1-Ausgleich. Dieses 1:1 war dann auch das Schlussresultat einer Partie, die von der Schweiz mehrheitlich dominiert worden war. Bruno Berner erkannte nach dem Abpfiff:

«Wir hatten viel Ballbesitz, aber wenig Durchschlagskraft. Die entscheidenden Flankenbälle fehlten ebenso wie die erfolgreichen Abschlüsse. Wir müssen mehr Tiefe in unser Spiel bringen.»

Die Arbeit geht Berner nicht aus, der verrät: «Stand jetzt, werde ich in der nächsten Saison die U19 der Schweiz trainieren.»

Drastische Krienser Saison hat auch Berner nicht erahnt

Die Frage, ob er nicht lieber Vereins- statt Verbandstrainer sein möchte, beantwortet Bruno Berner mit den Worten: «Derzeit bin ich U19-Trainer der Schweiz. Das ist richtig so – es gibt kein Entweder-oder.»

Gedanken machte er sich auch um den SC Kriens, den er während seiner dortigen Trainertätigkeit in der Challenge League zu halten vermochte. Berner bekennt: «Mir war vor der laufenden Saison klar, dass Kriens gegen den Abstieg wird kämpfen müssen. Aber dass das Projekt Ligaerhalt so drastisch verlaufen würde, habe ich auch nicht erahnt.»