Tennis
Sportliche Steigerung, neue Infrastruktur: Im TC Horw herrscht Aufbruchstimmung

Tennis-Interclub: Die Horwer streben den Aufstieg in die NLB an.

Albert Krütli
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Es tut sich einiges im TC Horw: Ein Jahr vor dem 50-Jahr-Jubiläum des Tennisklubs werden gegenwärtig vier der sieben Sandcourts zu Allwetterplätzen umgebaut, die restlichen drei folgen im nächsten Jahr. Dazu werden drei von bisher zwei Plätzen im Winter mit einer Traglufthalle versehen, und zu guter Letzt dürfen die Vereinsmitglieder 2023 ihr neues Klubhaus einweihen.

Präsident Alain Biner.

Präsident Alain Biner.

Bilder: PD

Die Infrastruktur wird damit in Zukunft ganz hohen Ansprüchen genügen – und auch sportlich sind die Horwer auf gutem Weg. 2019 schaffte das TCH-Fanionteam im Interclub den Aufstieg in die Nationalliga C. Und jetzt, nur zwei Jahre später, klopfen die Zentralschweizer an die NLB-Türe. «Das hat sich einfach so irgendwie entwickelt und ergeben», sagt Präsident und NLC-Spieler Alain Biner (48), der Sohn von Peter-Anton Biner, der früheren Nummer 1 der Zentralschweizer Tennisszene. «Unser Trainer Martin Vacek konnte seine Freunde Jaroslav Pospisil und Adrian Sikora für das Interclub-Team begeistern, womit wir auf den Positionen eins bis drei sehr stark vertreten sind.» Die beiden Tschechen Vacek (40) und Pospisil (40) sowie der Slowake Sikora (32) spielten einige Jahre auf der Profitour und profitieren immer noch von ihrer grossen Erfahrung.

Der Baumeister: Captain Andreas Schläpfer

Und so präsentiert sich das Horwer Team 2021: Jaroslav Pospisil (N2.12), Adrian Sikora (N3.36), Martin Vacek (N3.43), Frederic Vögeli (N3.55), David Limacher (N4.143), Maximilian Müller (R1), Jakob Bodziony (R2), Alain Biner (R3), Andreas Schläpfer (R3), Eric Zürcher (R3). Mit Limacher, Müller, Bodziony (18U), Biner und Schläpfer sind fünf Zentralschweizer mit dabei. Vögeli (18U) kommt aus Winterthur, Zürcher aus Mellingen (AG). «Das wir ein so starkes Team haben, ist aber vor allem der Initiative unseres Captains Andi Schläpfer zu verdanken. Er hat sich in jüngster Zeit enorm für die Förderung des Leistungssports in unserem Verein eingesetzt und auch das dazu notwendige Kapital aufgetrieben», erklärt Biner. Schläpfer (39) weiss, wie wichtig ein Aushängeschild ist. «Mit dem NLC-Aufstieg, professioneller Trainerarbeit und Unterstützung der Klubleitung konnte das Leistungsniveau gesteigert und starke junge Talente aus der Region für die erste Mannschaft gewonnen werden», freut sich Schläpfer und kann damit die ersten Früchte seiner Arbeit ernten.

Captain Andreas Schläpfer.

Captain Andreas Schläpfer.

Fünf Siege sind für den Aufstieg nötig

Normalerweise steigen zwei NLC-Teams in die NLB auf. Weil es aber der Coronapandemie wegen im letzten Jahr in der NLA und der NLB keine Absteiger, in der NLB aber mit Winterthur einen Aufsteiger gab, bestreiten ab 2. August sieben statt wie gewohnt nur sechs Mannschaften den NLA-Interclub, zwei davon steigen ab. Horgen schaffte in dieser Saison den NLA-Aufstieg, Arlesheim und Nyon mussten absteigen. Somit kann ausnahmsweise nur eine einzige von 32 Mannschaften in die NLB aufsteigen – und dazu braucht es nicht weniger als fünf Siege, ein veritabler Marathon also. Von den Klassierungen her sind die Horwer aber beinahe so gut aufgestellt wie das NLB-Spitzenteam von Allmend Luzern. Der Equipe von Präsident Alain Biner und Captain Andreas Schläpfer ist der grosse Coup also durchaus zuzutrauen, während Meggen als Aussenseiter ins Rennen steigt und Allmend Luzern bereits in der NLB vertreten ist. Ein NLB-Derby zwischen Horw und Allmend Luzern zum 50-Jahr-Jubiläum des TC Horw – was wäre das für eine Ansage!

Interclub, NLC. Männer. Aufstieg. Samstag. 9.00: Allmend Luzern – Aarau. –11.00: Meggen – Uster. – 14.00: Horw – Kleinbasel. – Abstieg. 14.00: Zug – Waidberg ZH.
Frauen. Aufstieg. Samstag. 9.00: Allmend Zug – Horgen. – Abstieg. 14.00: Waldmann ZH – Luzern Lido.

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