Altdorfer Handballer stehen vor schwerer Auswärtsmission

Zu Beginn der Abstiegsrunde bekommt der KTV Altdorf mit Dagmersellen einen echten Gradmesser vorgesetzt.

Urs Hanhart
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Altdorfs Spielertrainer Mario Jelinic (am Ball) steht mit seinem Team vor einer Bewährungsprobe.

Altdorfs Spielertrainer Mario Jelinic (am Ball) steht mit seinem Team vor einer Bewährungsprobe.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Das alte Jahr ging für den Urner Traditionsclub mit einer grossen Enttäuschung zu Ende. Aus der angestrebten Finalrunden-Qualifikation wurde nichts. Besonders frustrierend war die Tatsache, dass es nur aufgrund der mageren Torbilanz nicht reichte. Während der sechswöchigen Winterpause hatten die Altdorfer nun genügend Zeit, diesen Dämpfer zu verdauen. Es gilt jetzt wieder nach vorne zu schauen, denn morgen beginnt die Abstiegsrunde. Altdorfs Spielertrainer Mario Jelinic ist guten Mutes, dass in seinem Team nach dem verpassten Saisonziel keine Kehrausstimmung aufkommen wird. Er betont denn auch: «Ich bin überzeugt, dass wir motiviert in die Abstiegsrunde steigen. Das ist auch nötig, denn es gibt keine leichten Gegner. Mit halbem Einsatz kann man sicherlich keine Spiele gewinnen.»

Die KTV-Truppe muss in der Relegationsrunde gegen Wohlen und Dagmersellen, die ebenfalls der dritten 1.-Liga-Gruppe angehört hatten, antreten. Komplettiert wird das Feld durch das Trio KTV Visp, West HBC (Crissier) und Wacker Thun II aus der vierten 1.-Liga-Gruppe. Die ersten vier aus diesem Sextett haben den Ligaerhalt auf sicher. Der Tabellenletzte steigt direkt ab. Für den Ranglistenvorletzten gibt es einen Gang in die Barrage. Wacker Thun II verpasste genau gleich wie Altdorf den Einzug in die Finalrunde nur relativ knapp und dürfte wohl zusammen mit Dagmersellen der schwerste Gegner der Gelb-Schwarzen sein. Visp und West HBC hingegen turnten analog zu Wohlen in den hintersten Tabellenregionen herum. Man kann davon ausgehen, dass dieses Trio die beiden hintersten Plätze unter sich ausmachen wird, sofern es keine saftigen Überraschungen absetzt.

Dagmersellen als Auftakt-Knacknuss

Der KTV Altdorf hat einen denkbar schweren Einstieg in die Abstiegsrunde, bekommt er es doch auswärts mit dem TV Dagmersellen zu tun, der vor einigen Jahren für einen relativ kurzen Zeitraum ebenfalls in der Nationalliga B spielte. Im Rahmen der Qualifikation tat sich die Mannschaft von Jelinic beim Kräftemessen mit diesem Gegner äusserst schwer. Sie konnte das Mitte September vor heimischer Kulisse ausgetragene Hinspiel nur hauchdünn für sich entscheiden, und dies auch nur dank eines starken Endspurts. Im Rückrundenduell von Ende November behielten die Urschweizer dann deutlich die Oberhand. Allerdings ging es für Dagmersellen in dieser Partie um nichts mehr. Ganz anders sieht es im morgigen Aufeinandertreffen aus, das um 16 Uhr in der Chrüzmatt-Sporthalle angepfiffen wird. Für beide Teams geht es darum, möglichst gut in die Aufstiegsrunde zu starten, um nicht unter Druck zu geraten. Bei nur zehn Spielen liegen nicht viele Ausrutscher drin.

Die Zuteilung der Gegner ist für die Altdorfer insofern etwas unglücklich, weil sie mehrere lange Anreisen zu bestreiten haben. In der zweiten Runde steht ebenfalls auswärts das Duell gegen West HBC an. Erst im dritten Spiel kann der letztjährige NLB-Absteiger zu Hause antreten. Zu Gast ist in der Feldli-Arena am 8. Februar HB Wohlen.