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Stefan Küng und Marlen Reusser auf Medaillenjagd

Stefan Küng will die EM-Medaille, die er im letzten Jahr knapp verpasst hat

Stefan Küng will die EM-Medaille, die er im letzten Jahr knapp verpasst hat

Swiss Cycling besitzt an den Strassen-Europameisterschaften im französischen Plouay die grössten Chancen in den heutigen Zeitfahren - dank dem Thurgauer Stefan Küng und der Bernerin Marlen Reusser.

Er habe sich nicht speziell auf das EM-Zeitfahren vorbereitet, gibt Stefan Küng vor seinen vierten kontinentalen Meisterschaften zu. Dass er in Plouay starte, stehe vor allem mit der Absage der WM und SM in Aigle-Martigny zusammen. Zudem komme er aus dem Critérium de Dauphiné, dem heuer enorm bergigen Vorbereitungsrennen auf die Tour de France, deshalb sei die Umstellung aufs Zeitfahr-Velo "eine enorme Herausforderung. Doch in den letzten Tagen konnte ich gut trainieren, deshalb wird das für das EM-Zeitfahren schon klappen."

Nach Platz 4 im vergangenen Jahr, als er im niederländischen Alkmaar Bronze nur um wenige Hundertstel verpasst hatte, "ist in diesem Jahr eine Medaille ganz klar das Ziel. In diesem Jahr will ich es besser machen", sagt Küng. Dass er nun relativ kurzfristig die EM in Frankreich statt die Heim-WM zum Ziel hat, das nimmt der Ostschweizer sportlich: "Dass die WM in der Schweiz abgesagt wird, damit habe ich zwar nicht gerechnet, doch eine Riesen-Überraschung ist es auch nicht. Ich nehme jedes Rennen mit - und bin froh, dass wir überhaupt Rennen fahren können. Ich sehe alles als einen Bonus an."

Die Strecke in Plouay, gut 25 km lang, konnte Küng am Samstag und Sonntag ausgiebig abfahren. "Es ist sicher ein sehr welliger Parcours - aber es passt." Küngs Chancen auf eine Top-3-Platzierung sind gross, umso mehr mit dem letztjährigen Europameister Remco Evenepoel der Titelverteidiger verletzungsbedingt fehlt. Zu beachten gilt es für den Profi vom Team Groupama-FDJ insbesondere Evenepoels belgischer Landsmann Victor Campenaerts.

Auch Marlen Reusser mit Medaillenchancen

Bei den Frauen gehört Marlen Reusser zu den Mitfavoritinnen. Die Bernerin holte sich Mitte Juli in Belp überlegen den Titel als Schweizer Zeitfahr-Meisterin. Im letzten Jahr verpasste Reusser wegen einer im Training erlittenen Sturzverletzung die Europameisterschaften in Alkmaar. Für Plouay hofft sie "auf einen neuen persönlichen Rekord und eine Medaille", so die 28-Jährige aus Hindelbank.

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