Trash-TV

«Papa, ich kann das nicht schauen»: Sir Mo Farah macht bei Britischer Version von «Ich bin ein Star, holt mich hier raus» mit

Ritter ist Sir Mo Farah bereits – und bald auch Trash-TV-König?

Ritter ist Sir Mo Farah bereits – und bald auch Trash-TV-König?

Lauf-Star Sir Mo Farah ist vierfacher Olympiasieger. Jetzt macht er Trash-TV: Ab Sonntag nimmt er an der britischen Version von «Ich bin ein Star, holt mich hier raus» teil. Nächstes Jahr will er trotzdem wieder Olympiagold gewinnen.

Selbst seine vier Kinder Rihanna, Amani, Aisha und Hussein konnten Mo Farah nicht mehr umstimmen. «Papa, ich kann mir nicht anschauen, wie du das machst», hätten die Kids geklagt, sagte der Lauf-Star. Doch Farah will es wirklich wissen: Und nimmt ab Sonntag an der britischen Version von «Ich bin ein Star, holt mich hier raus» teil.

Wegen der Coronavirus- Pandemie geht es nicht in den australischen Dschungel, Farah und seine neun Konkurrenten beziehen ihr Camp stattdessen im walisischen Gwrych Castle. In dem Schloss werde er sich wohlfühlen, schliesslich habe ihn die Queen 2017 wegen seiner Erfolge zum Ritter geschlagen, sagte er.

Ausserdem reizt Farah die «Herausforderung», er will dem Millionen-Publikum für einmal eine «andere Seite» von sich präsentieren, wie der 37-Jährige sagte: «Ich möchte es versuchen und ich möchte Spass im Camp haben.» Vielleicht lockt den viermaligen Olympiasieger aber auch die kolportierte Antritts­gage in Höhe von umgerechnet 365000 Franken.

Dopingtests sind auch im Schloss möglich

Farahs Schritt ins Trash-TV hat auf der Insel durchaus für Aufregung gesorgt. Schliesslich peilt er nächstes Jahr in Tokio ja sein drittes Olympiagold über 10'000 Meter an. Und so brachte die britische Leichtathletik-Chefin Joanna Coats ihre Sorge zum Ausdruck, Farahs Vorbereitung könnte durch das Abenteuer beeinträchtigt werden. Sein Agent sah sich daraufhin gar genötigt, zu bestätigen, dass Farah selbstverständlich auch auf Gwrych Castle für Dopingtests zur Verfügung stehe. Und auch die Form soll nicht leiden.

Farah, der sein luxuriöses Anwesen im Südwesten von London freiwillig für den Einzug in ein altes Schloss verlässt, obwohl er schreckliche Angst hat vor «jedem Tier, das sich bewegt», hält unbeirrt an seinen Zielen fest. «Ich bin immer noch hungrig und will es jeden Tag ein bisschen mehr», sagte der vierfache Olympiasieger und sechsmalige Weltmeister, der sich nach der WM 2017 in London zu Gunsten des Marathons eigentlich schon von der Bahn verabschiedet hatte.

Doch in Tokio will er sich noch einmal auf die 10000 m fokussieren. Er wäre der erste Läufer, der dreimal in Folge Olympiagold über die 25 Stadionrunden holt. Und auch über 5000 m ist er Doppelolympiasieger, plant aber keinen Start in Tokio.

Eklige Prüfungen statt harte Tempoläufe

«Ich habe schon Geschichte geschrieben und will noch einmal Geschichte schreiben», sagte Farah, der nur zu gut weiss, dass er im neuen Weltrekordler und Weltmeister Joshua Cheptegei eine bärenstarke Konkurrenz hat: «Es wird hart, aber es ist möglich.»

Doch nun stehen statt harter Tempoläufe für Farah erst einmal allerhand eklige Prüfungen auf dem Programm, damit es auf Gwrych Castle nicht nur Reis und Bohnen gibt. Die «grössten Sorgen» hat Farah aber vor dem walisischen Wetter, das im November durchaus unfreundlich werden kann. «Ich mag Wärme und ab und zu ein Eis», sagte Farah. Doch Leckereien muss sich der Lauf-Star nun erst einmal hart erarbeiten, aber wenn es zu ungemütlich wird, kann er ja rufen: «Ich bin ein Star, holt mich hier raus.»

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