Swiss League

Ohne den entlassenen André Rötheli, dafür mit Tick, Trick und Track: Der EHC Kloten fliegt aus den Playoffs

Felix Hollenstein und Co. konnten das Out des EHC Kloten im Playoff-Viertelfinal in der Swiss League auch nicht mehr verhindern.

Felix Hollenstein und Co. konnten das Out des EHC Kloten im Playoff-Viertelfinal in der Swiss League auch nicht mehr verhindern.

Der Rauswurf von Trainer André Rötheli und die Installation des Trios Felix Hollenstein, Walteri Immonen und Beat Equilino an der Bande hat seine Wirkung verfehlt: Die Klotener verlieren Spiel 5 der Viertelfinalserie gegen Langenthal und scheiden bereits aus den Playoffs aus.

Der letzte Akt im Sportdrama «Untergang einer Hockey-Titanic» beginnt mit einer Überraschung. Die Klotener Kommandobrücke wird nach der Entlassung von Cheftrainer André Rötheli gleich mit drei Mann besetzt.

Sie seien, so wird offiziell mitgeteilt, alle gleichberechtigt: Sportchef Felix Hollenstein, der bisherige Assistent Waltteri Immonen und Kommunikationsdirektor Beat Equilino. In der Stunde der Not wird im Hockey-Seldwyla die Führungsstruktur eines Triumvirats gewählt.

Wie einst im alten Rom mit Cäsar, Pompeius und Crassus. Oder ähnelte dieses famose Gremium gestern eher den lustigen Comic-Figuren Tick, Trick und Track?

Nach 73 Sekunden war alles vorbei

Wer so boshaft ist und an Tick, Trick und Track denkt, kommt der Wahrheit am nächsten. Das Spiel der letzten Chance ist nach 1:13 Minuten bereits vorbei. Die zwei ersten Schüsse sind dem tapferen Andrin Seifert ins Netz gefahren. Der dritte auch noch. Aber da hatten die Schiedsrichter vorher schon abgepfiffen.

Noch einmal zeigt sich das ganze Drama dieser grossen Hockeykultur. Die Klotener dominieren die Partie mit 36:19 Torschüssen und sind doch chancenlos. Denn sie wissen nicht, was sie tun sollen. Wahrscheinlich ist in der Geschichte der Swiss League beziehungsweise der NLB noch nie so viel Talent so miserabel gecoacht worden.

Langenthal macht auf SCB, Kloten auf Titanic

Es ist eine Hockey-Titanic, die da mit einem Frachter kollidiert und gesunken ist. Die taktisch schlauen Langenthaler machen auf SC Bern, kontrollieren das Spiel nach Belieben, geraten nie in Gefahr und fahren den vierten Sieg ein wie in einem Training unter Anleitung von Schiedsrichtern.

Nach der Partie stellt sich Sportchef und Triumvirats-Mitglied Felix Hollenstein den Chronisten. Wer die Trainerentlassung angeordnet hat, sagt er nicht. Lediglich, er sei angefragt worden, ob er für dieses eine Spiel aushelfen würde. Er schliesst aus, dass er nächste Saison Cheftrainer und Sportchef wird. Somit obliegt es ihm, einen neuen Cheftrainer zu suchen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1