Unfall
Schumis Helmkamera lief während des Unfalls - Ermittler hoffen auf Klärung

Die Helmkamera von Formel-1-Legende Michael Schumacher lief zum Zeitpunkt seines schweren Skiunfalls. Die Bilder könnten nun helfen, die Umstände des schweren Unfalles zu erhellen.

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Die Unfallstelle in Méribel

Die Unfallstelle in Méribel

Keystone

Die Bilder könnten ausgewertet werden, liessen französische Ermittlerkreise gegenüber der Nachrichtenagentur AFP verlauten. Es handle sich um ein «wichtiges Dokument» für die Ermittler.

Aufruf von Corinna Schumacher

Schumachers Ehefrau Corinna hatte sich am Dienstag in einem eindringlichen Appell an die Medien gewandt. Sie forderte in einer schriftlichen Stellungnahme die Berichterstatter auf, die Klinik in Grenoble zu verlassen, in der Formel-1-Rekordweltmeister Schumacher mit seinen schweren Kopfverletzungen noch immer im künstlichen Koma liegt.

Auch der Deutsche Journalisten-Verband rief die Medien zur Zurückhaltung im Fall des lebensgefährlich Schumachers auf. Der Bundesvorsitzende Michael Konken wies in einer Mitteilung vom Dienstag auf den Pressekodex des Deutschen Presserats hin, der "Respekt vor dem Leid von Opfern und den Gefühlen von Angehörigen" fordert. "Das gilt auch dann, wenn das Opfer prominent ist", sagte der DJV-Chef.

Auch andere französische Medien berichten, dass auf der Helmkamera Bilder sind. Die Familie von Schumacher hatte die Kamera letzte Woche den Ermittlern zur Verfügung gestellt. Sie erhoffen sich davon genauere Hinweise zur Geschwindigkeit des Verunglückten und den Sichtverhältnissen zum Zeitpunkt des Unfalls.

Es gibt vom Unfall vermutlich noch weitere Aufnahmen. Ein deutscher Urlauber will zum Zeitpunkt des Sturzes an der Unglücksstelle zufälligerweise Aufnahmen gemacht haben. Darauf soll Schumi zu sehen sein, wie er «gemächlich» fährt, so der Zeuge gegenüber «spiegel.de».

Der Wahlschweizer hatte sich am 29. Dezember beim Skifahren in Méribel schwere Kopfverletzungen zugezogen, wurde bisher zweimal operiert und liegt im Krankenhaus in Grenoble weiter im künstlichen Koma.

Die französische Justiz untersucht den Fall. Sie hat bereits mehrere Zeugen befragt, darunter auch den 14-jährigen Sohn von Michael Schumacher. (rsn)

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