Kommentar

Endlich wieder mehr Sein als Schein?

Das Hinwiler Formel-1-Team wird 2018 unter dem neuen Namen Alfa Romeo Sauber unterwegs sein

Das Hinwiler Formel-1-Team wird 2018 unter dem neuen Namen Alfa Romeo Sauber unterwegs sein

Für die Fans des Schweizer Formel-1-Teams Sauber waren die letzten beiden Jahre eine eigentliche Qual. Da fuhren zwar zwei Boliden in den Rennen mit. Aber sie gurkten in der Regel in den hinteren Regionen des Fahrerfelds herum. Punkte gab es nur noch unter aussergewöhnlichen Umständen.

Konkurrenzfähig war Sauber längst nicht mehr. Die Erinnerungen an die guten Zeiten zu Beginn der 2000er-Jahre verblassten zusehends. Es schien mitunter, als spielte da nur noch der Geist einer einstmals respektierten Formel-1-Marke mit im Konzert der Grossen. Ganz abgesehen von den latenten Existenzängsten, die das Team mitunter schier lähmten.

Kann man an frühere Erfolge anknüpfen?

Wird dank der strategischen Partnerschaft mit Alfa Romeo jetzt alles wieder gut? Kann man an frühere Erfolge anknüpfen? Darf man sich am Sonntagnachmittag wieder mit der Vorfreude vor den Fernseher setzen, dass man Sauber-Autos sieht, die in die Punkteränge fahren?

Diese Fragen harren Antworten, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gegeben werden können. Denn noch ist vieles unklar, steht dem «neuen» Team viel Arbeit bevor.

Immerhin sind die Voraussetzungen geschaffen worden, dass in Zukunft wieder mehr Sein als Schein angesagt ist. Dass die Sauber-Boliden nicht nur unter «ferner fuhren» an den Rennen teilnehmen, sondern auch konkurrenzfähig sind.

Wettbewerbsfähiges Material 

Dass man nun mit Ferrari-Motoren der neusten Generation ausgestattet wird, bildet zumindest die Basis dafür, dass die beiden Piloten, die wohl Marcus Ericsson (bisher) und Charles Leclerc (neu) heissen werden, wettbewerbsfähiges Material zur Verfügung haben.

Ein Vorteil dürfte auch sein, dass Ferrari, das die Rückkehr der Marke «Alfa Romeo» in den Formel-1-Zirkus orchestriert hat, ein Interesse daran hat, dass der Rennstall kein tristes Dasein fristet. Wer eine Automarke in der bekanntesten Rennserie der Welt wieder platzieren will, der wird alles daransetzen, dass man sich nicht blamiert.

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