Buemi, der vor einer Woche wie im Vorjahr den 24-Stunden-Klassiker in Le Mans gewonnen und sich seinen zweiten Titel in der Langstrecken-WM gesichert hat, befindet sich auch in der Elektro-Serie wieder im Hoch. Nachdem er in den ersten neun Rennen ohne Klassierung unter den ersten drei geblieben war, schaffte es der Waadtländer nun zum zweiten Mal in Folge. Vier Wochen zuvor in Berlin war er Zweiter geworden. Der zweite Schweizer Fahrer, Edoardo Mortara, kam nicht ins Ziel.

Der aus der Pole-Position gestartete amtierende Meister Vergne siegte zum dritten Mal in der laufenden Saison und baute damit seinen Vorsprung als Führender in der Gesamtwertung vor dem Saisonfinale mit zwei Rennen Mitte Juli in New York aus. Vergne liegt nun 32 Punkte vor seinem ersten Verfolger, dem deutschen Teamkollegen André Lotterer.

Das Rennen musste ein zweites Mal gestartet werden. Beim ersten Anlauf war es zu einer Kollision mit mehreren Autos gekommen. Ort des Zwischenfalls war die enge Schikane nach der Start-/Zielgeraden - jene Passage, die schon im Vorfeld nicht nur bei den Fahrern für Unverständnis gesorgt hatte. Die Karambolage ausgelöst hatte der Deutsche Maximilian Günther, der seinem Landsmann Pascal Wehrlein ins Heck gefahren war.

Bern. Formel E (31 Runden à 2,75 km/85,25 km): 1. Jean-Eric Vergne (FRA), Techeetah. 2. Mitch Evans (NZL), Jaguar, 0,160 zurück. 3. Sébastien Buemi (SUI), Nissan e.dams, 0,720. 4. André Lotterer (GER), Techeetah, 1,106. 5. Sam Bird (GBR), Virgin, 2,966. 6. Maximilian Günther (GER), Dragon, 4,625. Ferner: 10. Lucas Di Grassi (BRA), Abt Schäffler, 13,073. - 22 Fahrer gestartet, 18 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Edoardo Mortara (SUI), Venturi.

Stand (11/13): 1. Vergne 130. 2. Lotterer 98. 3. Di Grassi 97. Ferner: 7. Buemi 76. 12. Mortara 52.