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Zwei Platzverweise, ein VAR-Penalty und drei Tore: Der FC Basel gewinnt verrückten Rückrundenauftakt in Luzern mit 3:0

Der FC Basel gewinnt ein hektisches Spiel in Luzern am Ende resultattechnisch souverän mit 3:0 und kann im Titelrennen nachziehen. Matchwinner ist Fabian Frei, der zweimal traf, aber im nächsten Spiel zuschauen muss.

Jakob Weber Jetzt kommentieren
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Darian Males kommt in Luzern die schier unlösbare Aufgabe zu, Arthur Cabral in der Sturmspitze zu ersetzen.
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Trainer Patrick Rahmen verzieht den Mund, weil Fabian Frei...
...und gleich nach Burgers Verlängerung Michael Lang in der Startphase aus guter Position nicht treffen.
Nach der aus FCB-Sicht guten Startphase prägen Zweikämpfe die Partie. Hier bekommt Xhaka die Stollen von Ugrinic zu spüren.
Matias Palacios steht zweimal im Fokus. Erst schlenzt er einen Freistoss aus guter Position übers Tor. Dann holt er sich wegen Ballwegschlagens die vierte Gelbe ab und fehlt am kommenden Wochenende gesperrt.
Andi Pelmard und Heinz Lindner ist es dann zu verdanken, dass es mit 0:0 in die Pause geht, denn kurz vor der Halbzeitpfiff kommt Luzern zweimal gefährlich vors Tor, ehe sie in Lindner und Pelmard ihren Meister finden.
Nach der Pause grinst Patrick Rahmen dann, weil...
...Fabian Frei einen VAR-Penalty souverän zum 1:0 in den Winkel zimmert...
... und sein Team vor dem vollen Gästesektor jubelt.
Dann überschlagen sich die Ereignisse. Erst verpasst Asumah Abubakar hier das mögliche 1:1...
...dann fliegt Marvin Schulz wegen Meckerns vom Platz...
...ehe auch Patrick Rahmen wegen doppeltem Reklamieren mit Rot vom Platz muss.
Auf dem Platz herrscht aber weiterhin Basler Überzahl und die verwandelt Darian Males in der 85. Minute ins 2:0. Zuvor lässt er Luzern Luca Jaquez in seinem Startelfdebüt ganz alt aussehen.
In der 97. Minute vollendet Fabian Frei dann noch einen Konter zum 3:0-Endstand. Wieder zielt er rechts hoch.
Der Dank des Torschützen gilt dem Assistgeber Matias Palacios.
Luzern kann sich für den über weite Strecken guten Auftritt am Ende nichts kaufen.

Darian Males kommt in Luzern die schier unlösbare Aufgabe zu, Arthur Cabral in der Sturmspitze zu ersetzen.

Urs Flueeler / KEYSTONE

Das Spiel:

Der FC Basel startet angriffig, kann seine beiden Chancen zu Beginn des Spiels durch Frei und Lang aber nicht nutzen. Und weil Luzern im Verlauf der ersten Hälfte immer stärker wird, kann der FCB sogar von Glück reden, dass es mit 0:0 in die Pause geht. Heinz Lindner (gegen den frei vor ihm auftauchenden Cumic) und Andi Pelmard (allein gegen drei Luzerner) klären in extremis.

Nach dem Seitenwechsel bringt der VAR dann das Spiel in rotblaue Bahnen. Er sieht ein Foul von Jaquez an Ndoye und Frei verwandelt den fälligen Penalty souverän zum 1:0. In der Folge wird es hektisch und Schiedsrichter Fähndrich verpasst es, mit einer klaren Linie für Ordnung zu sorgen. Stattdessen verteilt er Karten, als seien es Zeedel an der Fasnacht, stellt Luzerns Schulz und Basels Trainer Rahmen wegen Reklamierens vom Platz und schürt so die zunehmende Aggression auf dem Platz. Males kann die FCB-Überzahl dann nach einem langen Ball von Katterbach zum 2:0 veredeln, ehe Frei in der Nachspielzeit einen schönen Konter zum 3:0-Endstand abschliesst.

Der Beste:

Fabian Frei hatte bislang erst ein Saisontor. Jetzt hat er drei und ist demzufolge unbestritten der Mann dieses Spiels. Den VAR-Penalty verwandelt der wieder im offensiven Mittelfeld spielende Frei ebenso souverän wie den Konter in der 97. und seine Analysen mit Augenzwinkern: «Ich habe ja gesagt, dass nach Cabrals Abgang andere in die Bresche springen müssen. Da habe ich auch mich gemeint», krönt die gute Leistung. Einziger Wermutstropfen. Auch Frei sieht Gelb und fehlt gegen Sion wie Palacios und Esposito gesperrt.

Das gab zu reden:

Erst seit kurzem können Trainer in der Super League Karten sehen. Und Patrick Rahmen ist durch sein doppeltes Reklamieren jetzt der erste FCB-Trainer, der mit Rot vorzeitig in die Kabine muss. So kam sein neu verpflichteter Co-Trainer Boris Smiljanic in seinem ersten Spiel gleich zum Einsatz an der Seitenlinie.

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