Handball

Wegen Corona: Handballer unterbrechen ab sofort den Spielbetrieb

Können bis Ende November nicht mehr auf Torjagd gehen: Daniel Imhof (Mitte) und der HCDU.

Können bis Ende November nicht mehr auf Torjagd gehen: Daniel Imhof (Mitte) und der HCDU.

Der HC Dietikon-Urdorf zieht sämtliche Mannschaften wegen Corona zurück. Alle Partien bis Ende November werden verschoben.

Nach den Urdorfer Eishockey- und den Limmattaler Unihockeyspielern, die von ihrem Verband ausgebremst worden sind, unterbrechen jetzt auch die Handballer des HC Dietikon-Urdorf die Meisterschaft – allerdings aus Eigeninitiative. Dies wurde an einer ausserordentlichen Vorstandssitzung beschlossen und anschliessend in Absprache mit den Vereinsmitgliedern entschieden.

«Wir ziehen per sofort alle Mannschaften aus dem Spielbetrieb zurück, alle unsere Partien bis Ende November werden vorerst verschoben», sagt Philipp Albrecht, Kommunikations-Chef beim HCDU. Der Grund für die Massnahme: Laut Albrecht erhofft man sich «im Vorstand wieder die Kontrolle über die schwierige Situation für einen im Freiwilligen-Dienst organisierten Verein zurückzugewinnen». Eine repräsentative Umfrage bei den Mitgliedern hat ergeben, dass 75 Prozent aller Befragten hinter dem Entschluss des Vorstands stehen.

Drohen den Limmattalern nun Forfait-Niederlagen? Nein, denn der Schweizerische Handballverband (SHV) hat Spielverschiebungen ohne Kostenfolge oder andere Auflagen explizit erlaubt, auch ohne Coronafälle in einer Mannschaft. Apropos SHV: Von diesem hätte man sich beim HC Dietikon-Urdorf Ende letzter Woche einen allgemein gültigen Entscheid erwartet, analog dem Eishockey- und dem Unihockeyverband. HCDU-Präsident Thomas Wüthrich: «Es gilt im Moment Verantwortung für die Spielerinnen und Spieler unseres Vereins zu übernehmen und nicht sich gegenseitig die Verantwortung zuzuschieben.»

Trainiert wird weiterhin

Stand Montagabend wird der Trainingsbetrieb in den Hallen gemäss den behördlichen Vorgaben weitergeführt. Es ist den Trainern indes freigestellt, überhaupt trainieren zu lassen oder eben nicht. Laut Albrecht hat gestern Abend ein erstes Team bereits auf das gemeinsame Training verzichtet. Der Vereinsvorstand gründet eine Taskforce, um ein attraktives Trainings- und Vereinsleben auch unter Covid-19-Bedingungen zu ermöglichen. «Wir wollen für die Kinder, deren Eltern, unsere Junioren und Aktiven attraktiv bleiben, bis wieder Meisterschaftspartien durchgeführt werden können», so Albrecht.

Meistgesehen

Artboard 1