Frauen-WM
Lia Wälti: «In der KO-Phase wäre alles möglich »

Einen Punkt hätten die Schweizerinnen gebraucht, um sicher im WM-Achtelfinal zu stehen. Doch daraus wurde nichts. Die Chancen auf den Achtelfinal sind aber weiterhin intakt.

Nicola Imfeld
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Die Schweizerinnen am Boden: Jetzt ist die Nati auf fremde Hilfe angewiesen.

Die Schweizerinnen am Boden: Jetzt ist die Nati auf fremde Hilfe angewiesen.

Keystone

Das Spiel: Kamerun setzte die Schweiz früh unter Druck. Wie erwartet waren die Afrikanerinnen die unbequemen Gegnerinnen. Trotzdem konnten die Schweizerinnen nach einem sehenswerten Angriff über die linke Seite mit 1:0 in Führung gehen. Lara Dickenmann lancierte Ramona Bachmann, die in den Rücken der Abwehr Champions-League-Siegerin Ana Maria Crnogorcevic bediente. Diese hatte keine Mühe, den Führungstreffer zu erzielen.

Weitere gute Gelegenheiten verpassten Humm und Co. In der zweiten Hälfte dann die kalte Dusche: Ein Fouleinwurf Kameruns führte zum 1:1-Ausgleichstreffer. Die Afrikanerinnen kauften der Nati mit ihrer harten Gangart den Schneid ab und erzielten in der 62. Minute nach einer schönen Kombination das 2:1. In der Folge rannte das Team von Martina Voss-Tecklenburg vergebens an. Die beste Chance vergab Crnogorcevic, die eine Hereingabe von der linken Halbseite nur um Haaresbreite verpasste.

Fassungslosigkeit: Kamerun erzielt das 2:1.
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Ana Maria Crnogorcevic brachte die Nati in Front!
Jubel bei den Schweizerinnen über den 1:0-Führungstreffer.
Harter Kampf: Lia Wälti im Kopfballduell.
Es ging hart zur Sache in Edmonton.
Rahel Kiwic will den Ball.
Kamerun jubelt: Die Afrikanerinnen stehen im WM-Achtelfinal
Der Jubel kennt keine Grenzen.
Enttäuschte Schweizerinnen: Nun ist die Nati auf fremde Hilfe angewiesen.

Fassungslosigkeit: Kamerun erzielt das 2:1.

Keystone

Die beste Schweizerin: Ana Maria Crnogorcevic. Stetiger Gefahrenherd im Offensiv-Spiel der Schweizerinnen. Mit dem 1:0 gelang der Champions-League-Siegerin das erste WM-Tor.

So geht's weiter: Trotz dieser bitteren Niederlage: Die Schweizerinnen haben weiterhin gute Chancen, den WM-Achtelfinal zu bestreiten. Als Gruppendritte hat die Nati mit Abstand das beste Torverhältnis, allerdings nur drei Punkte auf dem Konto. Wahrscheinlichster Achtelfinal-Gegner sind die WM-Gastgeberinnen Kanada. Dieses Spiel würde um 1:30 Uhr Schweizer Zeit in Vancouver angepiffen werden. Das muss passieren, damit die Schweizerinnen doch noch den WM-Achtelfinal erreichen.

Schweiz - Kamerun 1:2 (1:0)

Commonwealth Stadium, Edmonton. – SR Rita Gani (Malaysia). – Tore: 24. Crnogorcevic (Bachmann) 1:0. 47. Onguene 1:1. 62. Ngono Mani (Onguene) 1:2.

Schweiz: Thalmann; Maritz, Wälti, Kuster, Rinast; Bachmann, Moser, Kiwic (65. Bernauer), Dickenmann (80. Dickenmann); Humm (69. Aigbogun), Crnogorcevic.

Aigbogun, Moser, Zehnder, Crnogorcevic; Bachmann, Humm.

Kamerun: Ngo Ndom; Ejangue, Awona, Manie, Meffometou Tcheno; Feudjio, Yango; Onguene (92. Akaba), Zouga (87. Ngani), Nchout (57. Ngono Mani); Enganamouit.

Bemerkungen: Schweiz ohne Abbé und Bernauer (verletzt). – Verwarnung: 19. Feudjio (Foul). 35. Nchout (Foul). 68. Tcheno (Foul). 82. Wälti (Foul). 92. Enganamouit (Foul).