Farah befindet sich derzeit nicht in Top-Form. Der zweifache Europameister von Zürich nahm in Birmingham gleichwohl die Gelegenheit zum Fernduell mit ehemaligen Laufgrössen wahr. 1997 hatte der Äthiopier Gebreselassie in Hengelo (Ho) die Bestmarke auf 8:01,10 gesenkt, einen Monat später steigerte der Kenianer Komen in Hechtel (Be) den Rekord auf 7:58,61.

Auch die zwei weiteren Jahres-Weltbestzeiten waren primär dem Wettkampf-Programm geschuldet. Über die nichtolympische Distanz von 600 m setzte sich mit dem 800-m-Weltrekordhalter David Rudisha (Ken) ebenfalls ein prominenter Name durch. Die Siegerin im 2-Meilen-Rennen der Frauen hiess Mercy Cherono (Ken).

Den hochklassigsten Wettkampf sahen die Zuschauer beim Hochsprung der Männer. Mutaz Essa Barshim und Bogdan Bondarenko nahmen beide für 2,41 m Anlauf. Der Ukrainer war näher am Erfolgserlebnis dran, er wurde aber wegen der Anzahl Fehlversuche letztlich Zweiter. Der Olympiasiegerin und Weltmeisterin Valerie Adams aus Neuseeland konnte der 55. Sieg in Serie niemand streitig machen, auch wenn die Neuseeländerin diesmal die 20-m-Marke nicht erreichte (19,96). Das Diskus-Ass Robert Harting feierte den zehnten Sieg in Folge. Elf Tage nach dem Gewinn von EM-Gold in Zürich setzte sich der Olympiasieger aus Berlin gegen starke Konkurrenz mit 67,57 m durch.

Birmingham war die 12. von 14 Stationen der diesjährigen Premium-Serie der Leichtathletik. Nun folgen die Finals in Zürich und Brüssel mit doppelter Punktzahl für das Diamond Race.