Kolumne Langlauf-WM
Auch an der Loipe stellt sich die Frage: Wer hat den Grösseren?

Die Wachs-Trucks der verschiedenen Teams dominieren das Bild im Zielgelände jedes Langlaufrennens. Nun kann auch die Schweiz wieder mit den Grössten mithalten.

Rainer Sommerhalder
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Der alte Schweizer Wachs-Truck der Schweizer Langläufer kam punkto Grösse nicht an jenen der Norweger (rechts) heran. Nun hat man sich aufmunitioniert.

Der alte Schweizer Wachs-Truck der Schweizer Langläufer kam punkto Grösse nicht an jenen der Norweger (rechts) heran. Nun hat man sich aufmunitioniert.

Rainer Sommerhalder / SPO

Der Ski entscheidet im Langlauf zumindest mit über Sieg und Niederlage. Wer sich beim Wachsen vergreift, der ist im Kampf um Medaillen von vornerein aus dem Geschäft. Entsprechend ist der Aufwand für den Skiservice in den letzten Jahren gigantisch gesteigert worden. Dem norwegischen Team stehen an der WM in Oberstdorf rund 35 Servicetechniker zur Seite. Man will für alle Eventualitäten gerüstet sein.

Das Flaggschiff jeder Wachsequipe ist inzwischen der Truck. Wurde früher ausnahmslos in den 2x4 Meter kleinen Containern an den Skis gearbeitet, so darf es heute bei den grossen Langlaufnationen durchaus ein 40 Tonner sein. Im Zielgelände wähnt man sich entlang der Loipe schon mal an einem Trucker-Festival.

Auch die Schweiz hält seit neustem punkto Grösse mit. Anfang Februar durften die Servicetechniker von Swiss-Ski den neuen Laster in Empfang nehmen. Er hat derart viele Schikanen, dass der Aufbauprozess jetzt deutlich länger geht. Vorteile bringt das Gefährt punkto Funktionalität.

Die Einrichtung ermöglicht eine bessere Teamarbeit. Die Wachsequipe soll ihre Erkenntnisse innerhalb kürzester Zeit und Distanz austauschen und mit den Athleten teilen können. Man erhofft sich damit letztlich bessere Lösungen bei schwierigen Verhältnissen.

Mit dem alten Gefährt hält man es wie bei den Autos. Sie gehen Richtung Osten. Neuerdings präparieren die tschechischen Wachsleute die Skis im kleineren Ex-Truck der Schweizer.