Champions League

Knallerspiel: Dortmund und Barcelona trennen sich mit einem 0:0 zum Start in die Champions League

Lionel Messi (links) im Zweikampf mit Guerrero

Lionel Messi (links) im Zweikampf mit Guerrero

Zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison treffen Borussia Dortmund und der FC Barcelona aufeinander. Die Gastgeber haben viele Chancen, lassen aber allesamt aus. Die Katalanen dagegen sind offensiv harmlos, ansonsten ist Roman Bürki im Tor des BVB zur Stelle.

Nach dem ersten Spieltag der Champions League liegt in der vermeintlichen Hammergruppe F noch alles beisammen. Der Auftakt-Knüller zwischen Dortmund und Barcelona (0:0) findet eben sowenig einen Sieger wie das Duell zwischen Inter Mailand und Slavia Prag (1:1).

Der Ärger über die Punkteteilungen zum Auftakt dürfte bei Dortmunds Trainer Lucien Favre gross sein. Sein Team hätte im Duell mit dem spanischen Riesen Barcelona mehr verdient, als die Punkteteilung. Nur vermochte der BVB die guten Möglichkeiten, die ihnen die wenig stilsichere Abwehr der Katalanen offerierte, nicht auszunutzen. Allen voran Captain und Leitfigur Marco Reus sündigte im Duell mit Landsmann und Barça-Goalie Marc-Andre ter Stegen.

Lucien Favre kann nicht zufrieden sein. Seine Mannschaft vergibt zu viele Chancen.

Sogar einen Penalty, den Nelson Semedo nach einer Stunde mit einem Foul an Jadon Sancho verursacht hatte, konnte Reus nicht zur Dortmunder Führung nutzen. Es war der dritte Penalty in Folge, den der BVB in der Champions League verschossen hat. Beim FC Barcelona kam mit Ausnahme von Ter Stegen kaum ein Spieler richtig auf Betriebstemperatur. Die BVB-Abwehr um den Schweizer Internationalen Manuel Akanji und Goalie Roman Bürki wurden nicht im erwarteten Ausmass gefordert. Erst die Einwechslung des zuletzt an der Wade verletzten Superstars Lionel Messi in der 59. Minute brachte etwas Leben in die Reihen der Katalanen.

Da Inter Mailand daheim gegen den klaren Underdog Slavia Prag ebenfalls nicht über ein Unentschieden hinauskam, können Dortmund und Barcelona gut mit der Punkteteilung leben.

Fehlstart für Titelverteidiger Liverpool

Einen Fehlstart erlebte auch Titelverteidiger Liverpool. Die Reds, bei denen Xherdan Shaqiri in den Schlussminuten zum Einsatz kam, unterlagen auswärts bei Napoli zum Start mit 0:2. Dries Mertens per Foulpenalty in der 82. Minute und Fernando Llorente (92.) in der Nachspielzeit brachten Napoli den Sieg. Für die Italiener ist es auch eine Art Wiedergutmachung für das bittere 0:1 in Liverpool im letzten Gruppenspiel der Vorsaison, das für das Team die Verbannung in die Europa League bedeutet hatte.

Fehlstart für Liverpool in Neapel mit Coach Jürgen Klopp (links)

Fehlstart für Liverpool in Neapel mit Coach Jürgen Klopp (links)

Während Shaqiri bei seinem Kurzeinsatz keine Akzente setzen konnte, wusste Nationalmannschaftskollege Haris Seferovic bei Benfica Lissabon Einfluss zu nehmen. Der 27-Jährige, der im Duell mit RB Leipzig in der 76. Minute eingewechselt wurde, traf acht Minuten später zum 1:2. Die Heimniederlage zum Auftakt konnte Seferovic allerdings auch nicht verhindern.

Salzburg beschliesst Odyssee mit Gala

Die lange Wartezeit auf die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League hat bei RB Salzburg offenbar Kräfte freigesetzt. Beim ersten Auftritt in der Königsklasse seit der Klub 2005 vom österreichische Dosenriese übernommen worden ist, lieferte Salzburg gegen Genk vor den eigenen Fans eine 6:2-Gala ab. Der alles überragende Spieler der Spieler der Partie war der 19-jährige Norweger Erling Braut Häland, dem in seinem ersten Einsatz in der Champions League eine Triplette glückte.

Damit avancierte der Sohn des früheren norwegischen Internationalen Alf-Inge Häland zum zweitjüngsten Hattrick-Schützen in der Champions League nach Wayne Rooney, der 2004 gegen Fenerbahce Istanbul im Alter von 18 Jahren und 340 Tagen dreimal getroffen hatte.

Haben Sie die Partie verpasst? Lesen Sie hier den Liveticker nach:

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