Das Statement 50 Stunden vor dem Schweizer WM-Auftakt gegen den Rekordweltmeister Brasilien in Rostow am Don ist eindeutig, der Vertrauensbeweis eindrücklich. Nach zwei Jahren in der englischen Liga steht für die Gunners fest, das Team der Zukunft um den 25-jährigen Schweizer zu formieren. Der Mann mit den meisten Ballkontakten und Pässen der gesamten Liga geniesst intern eine imposante Kreditwürdigkeit.

Dass ihm der Verein wenige Tage nach der Ankunft des neuen spanischen Trainers Unai Emery eine neue Vertragsofferte vorlegte, wertet Xhaka als schönes Signal: "Das zeigt mir zum einen den Stellenwert, den ich mir bei Arsenal erarbeitet habe, und ich spüre so auch eine Wertschätzung des neuen Coachs."

Mit dem neuen Sechs-Jahres-Deal steigt Xhaka in eine für Schweizer Verhältnisse beispiellose Kategorie auf. Eine allfällige Transfersumme würde sich wohl in einem dreistelligen Millionenbereich bewegen. "Das gibt mir enorm viel Planungssicherheit. London bleibt für Jahre mein Lebensmittelpunkt", sagt Xhaka zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Xhaka hat nach einem für die Gunners sportlich schwierigen Jahr hohe Ziele. Die Rückkehr in die Champions League sei anzustreben. Und im persönlichen Bereich will er weiter zulegen. "Ich habe gezeigt, dass ich dem enormen Druck standhalten kann. Nun muss der nächste Schritt folgen." Er träumt davon, irgendwann den Status früherer Klub-Ikonen zu erreichen.

Die Professionals der Schweizer Equipe sind begehrt. Nach dem Transfer des Juventus-Verteidigers Stephan Lichtsteiner zu Arsenal haben die Londoner einen weiteren internationalen Akzent gesetzt. Im Fall von Xherdan Shaqiri ist nach dem Abstieg mit Stoke City eher früher als später ebenfalls mit einer Vertragsunterschrift an einer (anderen) nobleren englischen Adresse zu rechnen.