Als alles auf das erste torlose Remis an dieser WM hindeutete, fiel der Treffer doch noch. In der 95. Minute lenkte Marokkos Stürmer Bouhaddouz eine Freistossflanke mit dem Kopf in das eigene Tor ab und ebnete damit dem Iran den Weg zum zweiten WM-Sieg in der Geschichte. 1998 hatte der Iran in dem von Urs Meier geleiteten geschichtsträchtigen Spiel die USA 2:1 besiegt.

Der Sieg der Iraner war glückhaft, hatten sie sich doch kaum Torchancen erspielt. Die Marokkaner schlugen bei ihrer ersten WM-Teilnahme seit 1998 ein forsches Tempo an und erarbeiteten sich durch ihren Captain Medhi Benatia auch die erste Grosschance des Spiels. Der Schuss des Innenverteidigers wurde in der 19. Minute von einem iranischen Verteidiger abgeblockt.

Startfurioso der Marokkaner

Nach dem nordafrikanischen Startfurioso flachte die Partie ab. Der Iran fing sich auf und hatte seinerseits kurz vor der Pause die erste gute Gelegenheit in Führung zu gehen. Nach einem Stellungsfehler in der marokkanischen Hintermannschaft scheiterte Sardar Azmoun an Marokkos Keeper Monir El Kajoui. Es war die einzige gute Gelegenheit für die Asiaten – bis ihnen in der Nachspielzeit doch noch der Lucky Punch gelang.