Super League

Seoane: «Wir wissen, dass wir noch Zeit brauchen»

Den Young Boys und Stürmer Guillaume Hoarau ist der Saisonstart misslungen

Den Young Boys und Stürmer Guillaume Hoarau ist der Saisonstart misslungen

Der Start missglückt, die Zuversicht bleibt da: Trainer Gerardo Seoane nahm den 1:1-Fehltritt seiner Young Boys gegen Aufsteiger Servette gelassen zur Kenntnis.

Erleben wir wieder einen engeren Kampf um den Meistertitel? Nach dem 4:1 des FC Basel in Sitten liegen die Young Boys durch das Remis gegen Servette erstmals seit langem wieder hinter dem FCB. Ein Grund zur Beunruhigung ist das für die Berner aber noch nicht. "Wir wussten, dass wir noch Zeit brauchen", sagte Gerardo Seoane im Nachgang zum ersten Pflichtspiel, in welchem der Meister den Aufsteiger nur in den ersten 20 Minuten dominierte und seine ersten Punkte abgab.

Er habe gute Ansätze erkannt, sagte der YB-Coach weiter. Dass es mit dem Auftaktsieg nicht klappte, begründete er primär mit den fehlenden Automatismen. "Dass nicht alles auf Anhieb funktioniert, ist ganz normal, wenn so viele Leistungsträger die Mannschaft verlassen haben", sagte Seoane, der auch teilweise Entwarnung bei der Verletzung von Neo-Captain und -Abwehrchef Fabian Lustenberger gab: "Er wird ein paar Tage Schmerzen haben. Aber ich rechne nicht mit einer schlimmeren Verletzung." Wegen einer Prellung des Steissbeins musste sich Lustenberger nach einer halben Stunde auswechseln lassen.

Wie von Seoane angedeutet, offenbarten die Berner in einigen Momenten Abstimmungsschwierigkeiten. Das Zusammenspiel funktionierte einige Male nicht. Das war indes nicht in der Anfangsphase, sondern erst später, als der anfängliche Drive auf einmal verschwunden war. Der Start ins Spiel war nämlich nach Mass geglückt. "Sehr gut" seien die ersten 20 Minuten gewesen, "nach dem üblichen YB-Muster: schnell und dynamisch nach vorne", befand Seoane.

Zum Bruch sei es gekommen, weil "Servette von Minute zu Minute besser geworden" sei, aber auch, weil man selbst "zu wenig effizient" war und das 2:0 verpasst habe. Zwei Minuten nach dem Führungstreffer hatte Jean-Pierre Nsame mit einem Kopfball aus idealer Position die grosse Chance zum zweiten Treffer verpasst.

Servettes Trainer Alain Geiger gab zu: "Wir waren zu Beginn sehr nervös und verkrampft." Nach der ersten Viertelstunde habe sich seine Mannschaft aber wieder auf das besinnt, was sie sich vorgenommen habe. "Ab da standen wir gut und spielten genau so, wie wir es wollten: mutig nach vorne - so wie letzte Saison." In der zweiten Halbzeit ging von YB nicht mehr viel Gefahr aus.

Seoane lobte explizit Nicolas Bürgy, der für Lustenberger in die Partie kam. Dass mit Lustenberger aber ein Spieler der zentralen Achse ausfiel, den man nicht 1:1 ersetzen könne, verhehlte der Trainer nicht: "In Sachen Spielauslösung und Leadership wäre er ein Plus gewesen." Eine der Fragen bei YB ist nach der ersten Standortbestimmung also, wie lange der neue Captain tatsächlich ausfällt.

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