Champions League

Real Madrid schon unter Druck

Zinedine Zidane ist in der Türkei gefordert

Zinedine Zidane ist in der Türkei gefordert

Real Madrid steht schon mit dem Rücken zur Wand. Mit nur einem Punkt geht der Rekordsieger der Champions League bei Galatasaray Istanbul in die 3. Runde der Gruppenphase.

Die zweite Amtszeit von Zinédine Zidane als Trainer von Real Madrid hat einen mühevollen Start genommen. Im vergangenen März wurde der Franzose zurückgeholt. Einige Wochen durfte er sich einarbeiten, weil in der Schlussphase der letzten Saison ohnehin nichts mehr zu gewinnen war. Doch seit diesem Sommer gilt es ernst, und Zidane braucht seinen Kredit, den er sich mit drei Champions-League-Titeln in Folge verdient hat, ziemlich rasch auf.

Am Wochenende verloren die Madrider beim Aufsteiger Mallorca. Es war zwar die erste Niederlage in der laufenden Meisterschaft, aber längst nicht die erste enttäuschende Vorstellung in dieser Saison. Die Sportzeitung "Marca" urteilte: "Dieses Real läuft echte Gefahr, in der Europa League zu enden." In 23 Teilnahmen an der Gruppenphase der Champions League hat Real Madrid noch nie die K.o.-Runde verpasst.

Noch bleibt Zeit, um das Desaster zu verhindern, den schlechtesten Start in eine Gruppenphase zu korrigieren. Die Voraussetzungen vor dem Spiel bei Galatasaray Istanbul sind aber nicht die besten. Zidane glaubte nach der Niederlage auf Mallorca, etwas Angst bei seinen Spielern ausgemacht zu haben. Speziell die Neuzugänge, alle vom Trainer gewünscht, kommen bislang nicht auf Touren. Und in Istanbul fehlen Gareth Bale und Luka Modric.

Für Bayern München ist der Blick auf die Tabelle in der Champions League ein Grund zur Freude: Punktemaximum und 10:2 Tore. Drei Wochen nach dem 7:2 bei Tottenham reisten die Münchner zuversichtlich nach Athen zu Olympiakos Piräus. Doch Ruhe herrscht beim deutschen Meister nicht, auch wenn Uli Hoeness bei seiner letzten Champions-League-Dienstreise als Präsident das Krisengerede als "Käse" bezeichnete. Von Aussen werde Unruhe in den Klub hineingetragen.

Argumente haben beide Seiten - Hoeness und die Kritiker. Der Präsident kann auf die Bundesliga-Tabelle mit nur einem Punkt Rückstand auf den Tabellenführer Mönchengladbach verweisen, die Beobachter auf zwei Meisterschaftsspiele mit nur einem Zähler und dem schlechtesten Saisonstart seit 2010. In erster Linie bereitet die Defensive Sorgen. Diese dürften nach dem Kreuzbandriss von Niklas Süle eher grösser als kleiner werden. Zudem wird viel über den selten eingesetzten Thomas Müller diskutiert.

Am Dienstagabend können neben Bayern München zwei weitere Teams mit einem dritten Sieg einen schon grossen Schritt Richtung Achtelfinals machen: Manchester City trifft daheim gegen das noch punktelose Atalanta Bergamo von Remo Freuler an, Paris Saint-Germain spielt beim FC Brügge.

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