Bundesliga

Nach der Operation ist klar: Embolo fällt noch länger aus

Schlechte Nachrichten für Breel Embolo. Der Schweizer wurde nach seiner Sprunggelenksverletzung in der Hessingpark-Clinic operiert. Der Eingriff verlief zwar erfolgreich, brachte aber auch einen gravierenden Befund, wie Schalke mitteilt.

Die am Samstag erlittene Knöchelverletzung von Breel Embolo erwies sich als wesentlich schlimmer als zuerst angenommen. Neben einem Knöchelbruch zog sich der Schweizer Internationale auch einen Wadenbeinbruch sowie einen Innenband- und einen Syndesmosebandriss zu.

Die Verletzung Embolos erwies sich als komplizierte Fraktur des Sprunggelenks. Der gemäss einer Unterscheidung solcher Brüche als "Weber C" klassifizierte Befund ergab neben einem gebrochenen Wadenbein auch einen Riss des Syndesmose- und des Innenbandes, wie Schalke 04 am Sonntag mitteilte.

Embolos Wadenbein wurde beim operativen Eingriff mit einer Platte fixiert. Das Schien- und Wadenbein wurden zur Behandlung der Syndesmoseverletzung mit einem "Fadenankersystem gestellt".

Eine genaue Prognose über die Dauer des Ausfalls sei nach Auskunft der Ärzte erst nach den ersten beiden Monaten der Reha möglich. Klar ist, dass der 19-jährige Stürmer mindestens vier bis sechs Monate ausfallen wird.

Embolo hatte sich die Verletzung am Samstag in der Bundesligapartie zwischen Augsburg und Schalke (1:1) in der 21. Minute bei einem harten Foul des Augsburgers Konstantinos Stafylidis an der Seitenlinie zugezogen. Nach mehrminütiger Behandlung musste der Schweizer Internationale mit dick bandagiertem linken Fuss vom Platz getragen und ins Spital gebracht werden. Stafylidis kam mit einer Verwarnung davon.

Die schwere Verletzung Embolos ist bitter, hat der Basler vor zwei Wochen gegen Borussia Mönchengladbach (4:0) doch seine ersten beiden Bundesliga-Tore erzielt. "Diese Verletzung hat ganz Schalke geschockt. Wir alle haben gesehen, wie sehr sich Breel schon mit dem Klub identifiziert, er sich als junger Spieler mit gerade einmal 19 Jahren in kurzer Zeit bereits zu einem sehr wichtigen Spieler entwickelt hat", sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. Embolo hatte im Sommer für rund 25 Millionen Euro vom FC Basel zu den Königsblauen gewechselt.

Der Schweizer Nationalmannschaft wird Embolo zumindest im WM-Qualifikationsspiel am 13. November in Luzern gegen die Färöer-Inseln fehlen. Ob der gebürtige Kameruner im Heimspiel gegen Lettland am 25. März 2017 in Genf Nationaltrainer Vladimir Petkovic wieder zur Verfügung stehen wird, ist sehr ungewiss.

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