Champions League
ManU-Fletcher: «Es wäre für uns ein Albtraum»

Der FC Basel will im "Entscheidungsspiel" gegen ManU Geschichte schreiben. Eliminiert der Schweizer Meister den Finalisten der letzten Champions-League-Saison, wäre dies eine Sensation. Und für die Engländer ein «Albtraum».

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Darren Fletcher (l.) mit Louis Saha im Siegestaumel. Obs heute in Basel auch dazu kommt?

Darren Fletcher (l.) mit Louis Saha im Siegestaumel. Obs heute in Basel auch dazu kommt?

Keystone

Zu Gast ist der Gigant der Champions-League-Ära. Kein Verein hat sich häufiger (16-mal) für die europäische Eliteliga qualifiziert. Kein Team hat seit 1992 mehr Punkte (246) gewonnen als die Engländer. Nur die dreifachen Champions-League-Sieger Barça, Real und Milan standen einmal mehr zuoberst auf dem Podium. Lediglich zweimal (2005 und 1994) scheiterte der zwölffache (!) Viertelfinalist bereits in der Gruppenphase.

Im St.-Jakob-Park gegen die Nummer 56 des Uefa-CL-Rankings zu scheitern ist für die Mancunians im Prinzip unvorstellbar. Das Out käme einer monumentalen Blamage gleich. Eine Niederlage ist für das gemäss Schätzungen internationaler Experten über eine halbe Milliarde Franken teure Team keine Option. «Es wäre für uns ein Albtraum», gibt Darren Fletcher unumwunden zu, bevor er nachschiebt: «Am Ende des Tages zählt nur das Resultat.»

Das «Comeback» im Old Trafford

Ganz ohne Respekt ist der Zweite der Premier League indes nicht angereist. Die Engländer haben die nahezu makellose Basler Bilanz und Brillanz der letzten dreieinhalb Monate registriert. Der FCB siegte in 15 von 19 Auftritten auf allen nationalen und internationalen Bühnen; in der Meisterschaft gewann er seit dem 1:3 in Luzern 31 von 33 möglichen Punkten.

ManU hingegen tat sich seit der Sommerpause immer wieder schwer. Die City zog an der United vorbei. Eine Demütigung wie jenes 1:6 im Old Trafford gegen den Stadtrivalen hat Alex Ferguson während seiner gesamten 25-jährigen Herrschaft bei ManU nie zuvor erlebt. Schlüsselfiguren wie Wayne Rooney stecken im Tief. Und die Ausfälle zahlreicher Offensivkünstler (zuletzt Hernandez) entschärfte die Problematik natürlich nicht. Aber: Die United hat nur eines ihrer letzten 23 Auswärtsspiele im Europacup verloren.

Dass Basel in der Lage sein könnte, den Koloss ernsthaft zu bedrängen, demonstrierte der Aussenseiter schon im Hinspiel. Nach dem spektakulären 3:3 flammte die Hoffnung beim FCB erst richtig auf, in dieser schwierigen Gruppe den Coup schaffen zu können. Das fantastische "Comeback" nach dem frühen 0:2-Rückstand blieb in den Köpfen der Bebbi haften - ebenso wie am Ende der Kreis der Spieler und die emotionalen Worte von Captain Streller. (si)

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