EM-Qualifikation

Gerechtes Remis bei Kroatien - Italien

Penaltyschütze Antonio Candreva (links) gegen Kroatiens Danijel Pranjic

Penaltyschütze Antonio Candreva (links) gegen Kroatiens Danijel Pranjic

In den EM-Qualifikationsspielen vom Freitag sind sich in allen drei Gruppen der Erste und der Zweite gegenübergestanden. Eines dieser Duelle - Kroatien gegen Italien - endete 1:1.

Island siegte derweil 2:1 gegen Tschechien, und Wales überraschte mit einem 1:0-Sieg gegen Belgien weiter.

Zuschauer waren keine zugelassen beim Gipfeltreffen zwischen Kroatien und Italien in Split. Wegen Fan-Ausschreitungen wurde eine Stadionsperre umgesetzt. Trotzdem herrschte aufgrund umstrittener Spielszenen schon zu Beginn eine hitzige Atmosphäre. Und meistens stand Mario Mandzukic im Mittelpunkt. Nachdem Astori stümperhaft Srna gefoult hatte, konnte der Stürmer von Atletico Madrid zu einem Penalty antreten, er scheiterte aber kläglich am angeschlagenen Goalie Buffon (7.). Vier Minuten später wurde Italien zu Unrecht ein Tor von El Shaarawy aberkannt. Das englische Schiedsrichter-Gespann verärgerte die "Azzurri" mit einem Offside-Entscheid. Im direkten Gegenzug erzielte Mandzukic auf Vorarbeit von Champions-League-Sieger Rakitic das 1:0. Nach 35 Minuten dann verschuldete Mandzukic im eigenen Strafraum ungeschickt einen Handspenalty. Antonio Candreva machte es vom Elfmeterpunkt aus besser. Der Lazio-Spieler traf mit einem frechen "Panenka-Heber".

In der zweiten Halbzeit beruhigte sich das Geschehen etwas. Goalie Sirigu, der zur Pause den immer stärker humpelnden Buffon ersetzen musste, geriet selten in Bedrängnis. Aus kroatischer Sicht war unnötig, dass Captain Srna kurz vor Schluss nach überflüssigen Fouls des Feldes verwiesen wurde. Die Punkteteilung ging am Ende in Ordnung. Das Remis hilft beiden, umso mehr weil Verfolger Norwegen zuhause gegen Underdog Aserbaidschan überraschend nicht über ein 0:0 hinauskam.

In der Gruppe A musste Holland keine berauschende Leistung abliefern, um zu einem ungefährdeten Sieg zu kommen. Nach dem 6:0 im Hinspiel erreichte die Mannschaft von Guus Hiddink in Lettland ein 2:0. Für die Letten hielt Torhüter Andris Vanins von Sion lange Zeit den Punkt mit etlichen guten Paraden fest. Ausgerechnet der für den enttäuschenden Robin van Persie aufs Feld gekommene Jungstar Georginio Wijnaldum vom PSV Eindhoven erzielte die erlösende Führung - auf Vorarbeit von Wesley Sneijder und nur vier Minuten nach der Einwechslung.

Dank einem späten Effort des 28-jährigen Mittelfeldspielers Arda Turan von Atletico Madrid siegte die Türkei auswärts in Almaty gegen Schlusslicht Kasachstan 1:0. Nach einem Zuspiel von Burak Yilmaz traf Arda ins Lattenkreuz. Für die Türkei hat sich die Lage jedoch nicht wesentlich verbessert. Es ist abzusehen, dass die mit zum Teil begnadeten Fussballern ausgestattete Nation im 14. Anlauf zum elften Mal die EM-Endrunde verpassen wird.

Derweil bleibt Island auf gutem Weg, erstmals an einer Endrunde teilnehmen zu können. Die Isländer besiegten daheim Leader Tschechien nach Rückstand mit 2:1 und übernahmen ihrerseits die Führung.

In der Gruppe B liess sich Favorit Belgien an der Spitze von Wales um drei Punkte abhängen. Die Belgier hatten im Hinspiel in Brüssel gegen die Waliser nur ein 0:0 erreicht, im gestrigen Rückspiel liessen sie sich gar 0:1 bezwingen. Der nicht in den Griff zu bekommende Superstar Gareth Bale erzielte das Tor es Abends nach 25 Minuten. Bale schaltete sich in eine missglückte Kopfball-Rückgabe von Radja Nainggolan ein.

Erfolgreichster Torschütze des Abends war der 24-jährige Nestor Mytidis von AEK Larnaka bei Zyperns 3:1-Sieg in Andorra.

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