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Für Nationalcoach Vladimir Petkovic lief in Tiflis alles nach Plan

Für Vladimir Petkovic lief in Tiflis alles nach Plan

Für Vladimir Petkovic lief in Tiflis alles nach Plan

Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic erfüllt mit seinem Team in Georgien die Pflicht. Das 2:0 ist ein erster Schritt in Richtung EM-Endrunde 2020. «Ich bin sehr zufrieden», so Petkovic.

Nach dem Spiel war Vladimir Petkovic ein anständiger Gast. Für die Georgier hatte er nette Worte übrig. "Sie haben mit Mut und Qualität gespielt. Wir wussten, dass sie stark sind, das waren keine leeren Worte." Den einheimischen Medien machte Petkovic Hoffnung auf eine erfolgreiche Kampagne. "In dieser Gruppe hat es vier Mannschaften, die gute Chancen haben, unter die ersten zwei zu kommen."

Die Chancen der Schweiz sind nach diesem Auswärtssieg zum Auftakt selbstredend grösser als die der Georgier. "Wir haben einen ersten Schritt gemacht, auch wenn es heute nicht einfach war zu siegen", so Petkovic. Sie hätten Mühe gehabt, den Rhythmus zu finden, urteilte Petkovic über die schwierigen Momente der ersten Halbzeit. "Aber wir waren gut genug, die Georgier nicht euphorisch werden zu lassen. Das wäre mit den vielen Zuschauern gefährlich geworden."

Nach der Pause stellte Petkovic das System um. "Wir haben das System gewechselt und breiter gespielt und die Ruhe bewahrt. Mit dem Vorsprung haben wir dann auch gut verteidigt und nichts mehr zugelassen." Nach dem 4-3-3 vor der Pause spielte die Schweiz in der zweiten Halbzeit wahlweise 3-5-2 oder 4-4-2. Wie schon im Herbst in der Nations League hat die SFV-Auswahl bewiesen, dass sie innerhalb eines Spiels ohne Probleme zwischen zwei oder drei Systemen wechseln kann.

Für Petkovic war die Steigerung nach der Pause aber nicht nur systembedingt, sondern auch auf individuelle Leistungen zurückzuführen. Man habe gesehen, dass einzelne Spieler nun mehr Vertrauen haben und mehr Verantwortung übernehmen. Wie immer nannte Petkovic keine Namen. Aber das Lob galt wohl in erster Linie Remo Freuler, Breel Embolo und 2:0-Torschütze Denis Zakaria. Sie waren nach der Pause prägende Elemente und nicht mehr bloss brave Mitläufer.

Noch einmal lächelte Petkovic zufrieden in die Runde und fügte an: "Am Ende hätten wir sogar noch mehr Tore erzielen können.". Nötig war es an diesem Abend nicht. Eine Steigerung nach der Pause reichte zum standesgemässen und letztlich ungefährdeten Startsieg. "Jetzt haben wir vor dem Spiel gegen Dänemark etwas weniger Druck." Dann verschwand Petkovic in der Nacht von Tiflis und machte sich auf den Weg zum Flughafen. Noch am späten Abend flog die SFV-Delegation zurück in die Schweiz. Zwei Tore, drei Punkte - und dann rasch zurück. Genau so hat sich das Petkovic vorgestellt.

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