U21-Nationalmannschaft

Für die Schweizer U21-Nati beginnt in Estland die Operation Israel

Tami mit neuer Mannschaft

Tami mit neuer Mannschaft

Mit der heutigen Auswärtspartie gegen Estland beginnt für das Schweizer U21-Nationalteam ein neues Kapitel. Aus dem Kader, das vor gut zwei Monaten noch im EM-Final stand, sind nur noch sechs Spieler dabei.

68 Tage nach dem verlorenen EM-Final startet das Team von Pierluigi Tami in die Qualifikationsphase für die Endrunde von 2013 in Israel. Aus jenem Kader, das dem Schweizer Fussball und sich selber im Juni in Dänemark magische Momente beschert hat, sind aus verschiedenen Gründen nur noch sechs Spieler dabei. FCZ-Verteidiger Philippe Koch, der neue U21-Captain, und Fulhams Mittelfeldpuncher Pajtim Kasami, die im verlorenen Final gegen Spanien eingesetzten Akteure, gehören in Tamis neuem Team zu den Schlüsselfiguren.

Das Schweizer Team reiste mit 19 Spielern via Prag ins Baltikum, um gegen den vermeintlichen Aussenseiter die Basis für eine weitere erfolgreiche Kampagne zu legen. Amir Abrashi (Kreuzbandriss) und Ricardo Rodriguez (Muskelverletzung im Oberschenkel) mussten Tami absagen; der Tessiner Coach verzichtete auf Ersatz. Das Quartett mit Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Nassim Ben Khalifa und Admir Mehmedi, das weiter für die U21 spielberechtigt wäre, gehört zum Kader des A-Teams.

In Tallinn startet die Schweizer U21 in eine aufregende Saison. Ab Ende Juli 2012 steht das erste olympische Fussballturnier mit SFV-Beteiligung seit 84 Jahren im Programm. Die EM-Qualifikationsphase dient Tami sprichwörtlich dazu, ein Team aufzubauen. "Wir haben viele gute Individualisten, die wir nun zu einer Mannschaft formen müssen." Ziel sei es, an die Leistungen der Vorgänger anzuknüpfen. "Wir haben es mit einer Generation von Spielern zu tun, die wiederholen kann, was das Team vor ihnen geschafft hat."

Mit Estland verbindet Tami einen klassischen Fehlstart. Am 12. August 2009 verdarben die Balten mit dem überraschenden 1:0-Sieg in Schaffhausen das Debüt des Tessiners als U21-Chefcoach zünftig. Danach setzten die Schweizer aber zum Steigerungslauf an, der in der Finalteilnahme und der Olympia-Qualifikation gipfelte. "Nun beginnt aber eine neue Geschichte", sagte Tami. "Es wird schwieriger als beim letzten Mal. Wir spielen in einer sehr starken Gruppe." Kroatien bekam dies zum Auftakt sogleich zu spüren. Als Favorit verlor es Anfang Juni auswärts gegen Georgien, das heute Abend erster Gegner von Titelverteidiger Spanien sein wird, 0:1.

Einen Tag nach der Partie in Estland fliegen die ältesten SFV-Junioren zurück nach Zürich und reisen sogleich ins Unterwallis weiter. Denn bereits am Montagabend steht in Sitten der zweite Ernstkampf an. Auch gegen Kroatien soll Tamis zweites Ziel neben der EM-Qualifikation, die Bestätigung und Verbesserung der Spielqualität, konsequent verfolgt werden.

Estland U21 - Schweiz U21. - Donnerstag, 18.00 Uhr MESZ. - Le Coq Arena, Tallinn. - SR Salmanow (Aser). - Mögliche Schweizer Startaufstellung: Bürki; Rolf Feltscher, Philippe Koch, Affolter, Daprelà; Buff, Toko; Wüthrich, Kasami, Zuber; Drmic.

U21. EM-Qualifikation 2013. Gruppe 5. Donnerstag, 1. September. 18.00 Uhr (in Tallinn): Estland - Schweiz. 18.30 Uhr (in Kutaisi): Georgien - Spanien. - Montag, 5. September. 19.30 Uhr (in Sitten): Schweiz - Kroatien. 20.45 Uhr (in Lugo): Spanien - Georgien. - Weitere Spiele. Freitag, 7. Oktober (in Tiflis): Georgien - Schweiz. - Donnerstag, 10. November (in Lugano): Schweiz - Georgien. - Montag, 14. November: Spanien - Schweiz. - Samstag, 2. Juni 2012: Kroatien - Schweiz. - Donnerstag, 6. September: Schweiz - Spanien. - Montag, 10. September: Schweiz - Estland.

Rangliste: 1. Georgien 1/3. 2. Spanien, Schweiz und Estland, je 0/0. 5. Kroatien 1/0.

Modus: Die zehn Gruppensieger und vier Zweitplatzierten mit der besten Bilanz gegen den jeweiligen Gruppenersten, -dritten, -vierten und -fünften erreichen das Playoff. - Endrunde vom 5. bis 18. Juni 2013 in Israel.

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