Auszeichnung
Erstmals seit 11 Jahren ist es weder Ronaldo noch Messi: Luka Modric zum Weltfussballer des Jahres gekrönt

Erstmals seit 2007 heisst der Weltfussballer des Jahres weder Cristiano Ronaldo noch Lionel Messi. Ausgezeichnet wurde in London der Kroate Luka Modric, der sich bei der finalen Wahl gegen Ronaldo und den Ägypter Mohamed Salah durchsetzte.

SDA
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Weltfussballer des Jahres
27 Bilder
Stolze Familie: Luka Modric mit Frau Vanja Bosnic und den Kindern Ivano und Ema.
Die besten Fussballer der vergangenen Spielzeit: Luka Modric (links) und Marta bei den Frauen.
Faire Gratulation von Mohamed Salah (links), der Luka Modric gratuliert.
Weltfussballerin des Jahres ist Marta.
Das Top-Team des Jahres 2018: David De Gea, Dani Alves, Marcelo, Sergio Ramos, Raphael Varane, Eden Hazard, N'Golo Kante, Luka Modric, Cristiano Ronaldo, Kylian Mbappe and Lionel Messi
Voller Stolz spricht Luka Modric nach dem Gewinn der Weltfussballer-Wahl zu den Gästen.
Luka Modric ist Weltfussballer des Jahres.
Der Fifa-Fan-Award ging an die peruanischen Fans.
Real Madrid und Belgiens Nationaltorhüter Thibaut Courtois heimst den Preis für den besten Torwart der Welt ein.
Reynald Pedros gewinnt das Pendant zur Wahl des besten Trainers bei den Frauen.
Gerne steht Kylian Mbappe für ein Selfie zur Verfügung.
Kylian Mbappe bei seiner Ankunft in London. Später sollte er zum besten Jungprofi ausgezeichnet werden.
Natürlich war auch der Fifa-Präsident Gianni Infantino mit dabei.
Zinedine Zidane in Begleitung seiner Frau Veronique.
Andere brachte sogleich auc noch die Kinder mit. Luka Modric mit Frau Vanja und den Kindern Ivano und Emma.
Sergio Ramos (links) und Ronaldo herzen sich.
Und auch Brasiliens Nationalspieler und Verteidiger bei Real Madrid Marcelo war mit Familie da.
Dani Alves tritt mit seiner Frau Joana an den Fifa Awards in London auf.
Belgiens Thibaut Courtois (mitte) wurde als bester Torhüter ausgezeichnet.
Und auch der Real-Verteidiger Sergio Ramos brachte seine bessere Hälfte mit: Pilar Rubio.
Eden Hazard, Chelseas Schlüsselspieler, posiert für die Fotografen.
Mohamed Salah wurde für das schönste Tor ausgezeichnet. Der 26-Jährige hatte sein Traumtor für die Reds am 10. Dezember 2017 gegen den FC Everton erzielt. Gewinnt er später auch noch die Wahl zum Weltfussballer des Jahres?
Didier Deschamps hingegen ist längst Trainer. Und erfolgreich dazu. Mit Frankreich feierte er in Russland den Weltmeistertitel und wurde nun zum Trainer des Jahres ausgezeichnet.
Und auch diesen Mann kennt man aus früheren Zeiten: Ronaldinho.
Der beste Jungprofi Kylian Mbappe (links) mit seinem Vater Wilfried.
Die mehrmalige Weltfussballerin des Jahres Marta war ebenfalls da. Und tatsächlich gewann sie den Award als Weltfussballerin des Jahres.

Weltfussballer des Jahres

Frank Augstein

Luka Modric hatte es - wie auch Salah - erstmals in die Top 3 geschafft, unter denen der beste Fussballer jeweils gewählt wird. Aus dieser Position reichte es dem 33-Jährigen gleich zu Platz 1. Modric, gross geworden in seiner Heimat bei Zadar, wechselte 2008 von Dinamo Zagreb zu Tottenham Hotspur, ehe er vier Jahre später den Transfer ins Starensemble von Real Madrid vollziehen konnte. Dort entwickelte sich der nur 1,72 m grosse Mittelfeld-Regisseur zu einer der wertvollsten Stützen.

Modric gewann an der Seite von Ronaldo im Frühjahr mit Real Madrid die Champions League, führte Kroatien bei der WM in Russland - als offiziell bester Spieler - bis in den Final und wurde erst kürzlich als Europas Fussballer des Jahres ausgezeichnet.

Die Wahl hatte sich abgezeichnet

In welche Richtung die Würfel gefallen waren, hatte sich schon vor der Gala abgezeichnet. Cristiano Ronaldo blieb dem Anlass in London fern, was am Nachmittag vor der Wahl bekannt wurde. Begründet wurde dies seitens von Juventus Turin mit dem vollen Terminplan des Superstars. Schon Ende August hatte Ronaldo bei der Ehrung von Europas Fussballer des Jahres durch Abwesenheit geglänzt. Nachdem er erfahren hatte, dass Modric die Wahl gewonnen hatte, verzichtete er ebenso kurzfristig auf die Reise nach Monaco wie nun auf jene nach London. Gleiches tat er in der Vergangenheit auch schon, wenn er von seinem langjährigen Rivalen Lionel Messi in den 2. Rang verwiesen wurde.

Aus dem französischen Weltmeister-Team stand kein Spieler in der engsten Auswahl zum Weltfussballer, mit Didier Deschamps durfte aber der Coach die Auszeichnung als bester Trainer entgegen nehmen. Er setzte sich gegen Real Madrids Zinédine Zidane, den letztjährigen Gewinner, und Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic durch.

Als bester Goalie geehrt wurde Belgiens Thibaut Courtois, der auf diese Saison von Chelsea zu Real Madrid gewechselt hat. Spielerin des Jahres wurde die Brasilianerin Marta.

Die Auszeichnungen

Weltfussballer des Jahres: Luka Modric (CRO/Real Madrid)

Weltfussballerin des Jahres: Marta (BRA/Orlando Pride)

Trainer des Jahres Männer: Didier Deschamps (FRA/französische Nationalmannschaft)

Trainer des Jahres Frauen: Reynald Pedros (FRA/Olympique Lyon)

Goalie des Jahres: Thibaut Courtois (BEL/Chelsea/Real Madrid)

Mannschaft des Jahres

Goalie: David De Gea (ESP/Manchester United)

Verteidigung: Dani Alves (BRA/Paris Saint Germain), Sergio Ramos (ESP/Real Madrid), Raphael Varane (FRA/Real Madrid), Marcelo (BRA/Real Madrid)

Mittelfeld: Luka Modric (CRO/Real Madrid), N'Golo Kanté (FRA/Chelsea), Eden Hazard (BEL/Chelsea)

Sturm: Lionel Messi (ARG/FC Barcelona), Kylian Mbappé (FRA/Paris St-Germain), Cristiano Ronaldo (Real Madrid/Juventus Turin)

Puskas-Preis (schönstes Tor): Mohamed Salah (EGY/FC Liverpool)

Fanpreis: Fans von Peru

Fairplay-Preis: Lennart Thy (GER, für seinen Einsatz als Stammzellenspender)

Weltfussballer der letzten Jahre

2018 Luka Modric Kroatien Real Madrid

2017 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid

2016 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid

2015 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona

2014 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid

2013 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid

2012 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona

2011 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona

2010 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona

2009 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona

2008 Cristiano Ronaldo Portugal Manchester United

2007 Kaka Brasilien AC Milan

2006 Fabio Cannavaro Italien Juventus Turin/Real Madrid

2005 Ronaldinho Brasilien FC Barcelona

2004 Ronaldinho Brasilien FC Barcelona

2003 Zinédine Zidane Frankreich Real Madrid

2002 Ronaldo Brasilien Inter Mailand/Real Madrid

2001 Luis Figo Portugal Real Madrid

2000 Zinédine Zidane Frankreich Juventus Turin

1999 Rivaldo Brasilien FC Barcelona