UEFA

Ein Wirrwarr aus offenen Fragen und Problemen

Das Signet am Hauptsitz in Nyon: Die Fussballwelt wartet gespannt auf die Beschlüsse der UEFA.

Das Signet am Hauptsitz in Nyon: Die Fussballwelt wartet gespannt auf die Beschlüsse der UEFA.

Europa League in Deutschland, Champions League in Portugal: Die UEFA trifft am Mittwoch wegweisende Entscheide. Noch sind zahlreiche Fragen offen.

Das Wirrwarr aus offenen Fragen und Problemen bei der Kalenderplanung verlangte den Machern der Europäischen Fussball-Union schon am Dienstag alles ab. In internen Beratungen wurden die Beschlussfassungen für die wegweisende Videoschaltung des Exekutivkomitees diskutiert. Am Mittwoch (ab 12.00 Uhr) und Donnerstag schauen Europas Fussballklubs und Verbände nun gebannt nach Nyon, wo die UEFA nach wochenlangen Diskussionen den Terminkalender nach der Corona-Krise definieren will. Zur Debatte stehen die Rahmenbedingungen für die Mini-Finalturniere in Champions League und Europa League, die mögliche Neuvergabe von EM-Spielen sowie heikle Vertragsfragen.

Mehreren Medienberichten zufolge dürfte das Blitzturnier der Champions League an Lissabon gehen, als Finaltag wird der 23. August gehandelt. Beraten wird auch darüber, ob der verhinderte diesjährige Final-Veranstalter Istanbul mit einem neuen Termin entschädigt wird.

Die noch ausstehenden K.o.-Duelle der Europa League sollen in Deutschland ausgerichtet werden, spätestens ab den Viertelfinals und nur in jeweils einer Partie. Mögliche Spielorte sind Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Duisburg. Das Final-8-Turnier könnte vom 10. bis zum 21. August steigen. Wie in der Champions League stehen zuvor noch Achtelfinal-Partien aus, darunter das Rückspiel des FC Basel gegen Eintracht Frankfurt. Das erste Duell mit dem Bundesligisten hatte der FCB vor dem Corona-Unterbruch auswärts 3:0 gewonnen.

Kompliziert wird für die UEFA der Entscheid, welche Spieler bei den Mini-Turnieren dabei sein dürfen. Der Weltverband FIFA hatte empfohlen, bei Transfers den alten Klubs Vorrang einzuräumen, um zumindest die nationalen Ligen abzuschliessen. In Deutschland berichtete die "Bild"-Zeitung am Dienstag, Timo Werner werde zwar in der Bundesliga bis Ende Juni für Leipzig spielen, dann aber sofort zu Chelsea wechseln. Leipzig erklärte derweil, bis Saisonende mit Werner zu planen.

Wie es nach den Europacup-Finalturnieren weitergeht, ist offen. Bislang stehen Anfang September die ersten beiden Länderspieltage in der Nations League auf dem Programm. Die Schweiz sollte am 3. September gegen die Ukraine und drei Tage später gegen Deutschland antreten. Priorität dürften aber die Playoffs zur EM haben, weshalb der Nations-League-Start in den Herbst geschoben werden könnte. Beteiligt an der Qualifikation sind 16 Mannschaften in zwölf noch ausstehenden Partien für vier EM-Teilnehmer.

Für die in die Zeit vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 verschobene Endrunde muss die UEFA die Ausrichterstädte bestätigen. Ob alle zwölf dabei bleiben, ist fraglich. Beispielsweise gilt Bilbao als Wackelkandidat, und unsicher scheinen auch die Spielorte Rom und Baku. "Mit neun Städten ist alles geregelt", sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Der Plan mit zwölf Stadien stehe weiterhin, notfalls würden es aber auch "zehn, neun oder acht" tun.

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