England

Derby der angezählten Spitzenklubs

Pep Guardiola erlebt als Trainer von Manchester City schwierigere Tage als auch schon

Pep Guardiola erlebt als Trainer von Manchester City schwierigere Tage als auch schon

Bis jetzt verläuft die Saison für die beiden Spitzenklubs aus Manchester nicht nach Plan. Das heutige Derby wollen die rivalisierenden Teams nutzen, um ihre Saison aufzuhellen.

Es braucht schon die Optik eines Klubs aus Manchester, um im Fall des drittklassierten Manchester City oder des auf dem 6. Platz rangierten Stadtrivalen United von einer durchwachsenen Saison zu sprechen. Und doch sind die beiden englischen Topklubs gemessen an ihren Ansprüchen nicht dort, wo sie sich selber verorten. Pep Guardiolas Meister City liegt vor der 16. Runde der Premier League bereits elf Punkte hinter Leader Liverpool zurück, während Ole Gunnar Solskjaer mit United acht Punkte und mehr auf die Champions-League-Plätze eingebüsst hat.

Ein Sieg im Derby könnte den zwiespältigen Eindruck etwas zurechtrücken. "Normalerweise sprechen wir etwas darüber, was zuletzt passiert ist, aber alles ist anders", sagte Guardiola vor dem Kräftemessen mit der United. Nichts interessiere ihn vor dem Derby weniger, als die letzten Resultate. Zwei Siege resultierten für den Meister aus den letzten sechs Pflichtspielen, im vermeintlichen Spitzenkampf unterlag City in Liverpool mit 1:3. Verständlich also, verweigert der Spanier vor dem wichtigen Heimspiel den Blick zurück.

Es sei immerhin Manchester United, das als Gegner in das City of Manchester Stadium reise. "Grossen Respekt für das, was sie für England, Europa und den weltweiten Fussball gemacht haben", sagte Guardiola. Er sprach über den Gegner und redete diesen stark, im Wissen, dass sein Team derzeit nicht den gefestigtsten Eindruck hinterlässt. Es ist markant, wie sehr das in der vergangenen Saison nervenstarke City in der laufenden Spielzeit mit der Konstanz hadert. Den nicht richtig abgefederten Weggang von Leader und Abwehrchef Vincent Kompany bezahlen die Skyblues teuer.

Anders als Guardiola tankt dessen Amtskollege beim Stadtrivalen, Ole Gunnar Solskjaer, Motivation aus den letzten Spielen. Besonders vom 2:1-Sieg über Tottenham verspricht sich der 46-jährige Norweger einen Schub. "Alle versanken vorher in Untergangsstimmung, aber nun haben wir die Chance, die Zweifel in Glaube zu verwandeln." Wie City haben auch die Red Devils mit einem Sieg viel zu gewinnen.

Eine Derby-Niederlage allerdings könnte auf beiden Seiten fatale Folgen haben: Verliert Guardiolas Manchester, ist der Meisterzug mit Leader Liverpool schon vor der Winterpause abgefahren; verliert Solskjaers Manchester scheint eine weitere Saison ohne die dringend benötigte Champions League Tatsache.

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