Bundesliga

Das sagt Breel Embolo nach dem Doppelpack über den Ohren-Jubel

Breel Embolo beim «Ohren-Jubel».

Breel Embolo beim «Ohren-Jubel».

Endlich ist der Knoten geplatzt. Nicht nur bei Schalke, sondern auch bei Breel Embolo. Der Schweizer ist der überragende Offensivakteur, steuert zwei Tore bei und leistet bei einem die Vorarbeit. Doch zu reden gibt auch sein Torjubel.

Breel Embolo ist in der Bundesliga angekommen. Sechs Spieltage benötigte das 19-jährige Supertalent dafür. Jetzt kann er sich als Doppeltorschütze und Mann des Spiels gegen Gladbach feiern lassen. «Ich bin froh, dass ich getroffen habe. Wir sind einfach eine sehr geile Truppe», jubelte Embolo nach der Partie.

Auf die Erlösung deutete wenig hin. Schalke drohte nach fünf Partien, null Punkten und nur zwei erzielten Toren der schlechteste Saisonstart seit der Saison 1965/66. Dann kamen die goldenen 360 Sekunden zwischen der 52. und 58. Minute. Mit drei Toren war die Partie für die Königsblauen entschieden.

Auffallend dabei beim 2:0 durch Breel Embolo, dem ersten Saisontreffer des Baslers: sein Torjubel. Der Schweizer hielt sich demonstrativ die Ohren zu. Später tat er dies bei seinem 4:0 nochmals. Die Erklärung dazu liegt nach den schwierigen letzten Wochen auf der Hand. Embolo erklärt es gegenüber «Sky» so: «Es wurde viel geschrieben und geredet in den letzten Tagen. Aber wir hatten ein Ziel und haben dafür gearbeitet. Wenn negative Stimmung von aussen kommt, höre ich nicht hin. Ich arbeite einfach weiter.» 

Embolo selbst war einer der meist kritisierten. Logisch, als Rekordtransfer, der nicht gleich einschlägt. Selbst Vereinslegende Klaus Fischer gab unter der Woche bekannt, dass er ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Stürmer halten wolle. Das habe schon 2005 mit Kevin Kuranyi geklappt. Ob das Treffen stattfand, ist nicht bekannt. Aber Embolo gab die Antwort auf dem Feld.

Der Stein, der ihm dabei vom Herzen gefallen ist, muss riesig sein. Denn Embolo gab zu: «Ich hatte Kritik in diesem Ausmass noch nie erlebt. Aber die Mannschaft, der Trainer und der Verein standen hinter mir.» Hoffentlich ist der Knoten jetzt wirklich geplatzt. Kurz vor den richtungsweisenden Länderspielen gegen Ungarn und Andorra wäre dies auch für die Nati ein Glücksfall.

Zu reden gab auch die Fortsetzung des Embolo-Jubels. Da rannte er auf Zeugwart Enrico Heil zu und drückte ihn herzlich. Warum ausgerechnet ihn? «Er hatte mir vor dem Spiel gesagt, heute werde ich treffen. Und kurz vor dem Anpfiff hatte er mir geraten längere Stollen zu wählen, damit ich nicht ausrutsche.» Es hat sich bewährt. 

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1